Mo, 28. Mai 2018

139.000 Euro Schaden

07.08.2017 11:13

Student verkaufte Gratis-Software-Lizenzen

Weil er über Monate hinweg kostenlose Microsoft-Linzezen zweier Unis weiterverkauft hat, ist ein Student aus Deutschland jetzt vom Amtsgericht Wuppertal verurteilt worden. Der 27-Jährige aus Heiligenhaus in Nordrhein-Westfalen fasste eine Bewährungs- sowie eine Geldstrafe aus.

Wie die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, hatte der 27-jährige Student über die Bergische Universität in Wuppertal und die Fernuni Hagen ein Jahr lang Programme gratis bezogen, die Lizenzen dann aber für Preise zwischen 5,50 und 230 Euro weiterverkauft. Insgesamt soll er so rund 12.400 Euro eingenommen haben. Auch bei Mitstudierenden erfragte er sich Lizenzcodes - oder besorgte sie sich anderweitig, wie er gestand: "Wenn ich jemanden kannte und Zugang zu seinem Laptop hatte, habe ich mir die nötigen Daten einfach selbst rauskopiert."

Der Lizenz-Betrug flog auf, als die Uni Wuppertal die Downloads prüfte und Fahnder schließlich über Microsoft, das in dem Fall als Kläger auftrat, in Kanada und den USA die Daten abglichen. Die Staatsanwaltschaft wertete mindestens 224 einzelne Taten für erwiesen. Die zuständigen Richter verurteilten den Studenten zu zwei Jahren Bewährungsstrafe. Schwerer wiegen jedoch die zivilrechtlichen Folgen: Dem Bericht nach hat Microsoft 139.000 Euro Schaden angemeldet, die der 27-Jährige nun mit seinen Einkünften aus einem Aushilfsjob abbezahlen muss.

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