Do, 23. November 2017

Ärger provoziert

07.08.2017 08:50

Blogger in China zu vier Jahren Haft verurteilt

Weil er "Streit angefangen" und "Ärger provoziert" haben soll, ist der chinesische Blogger Lu Yuyu zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der ehemalige Wanderarbeiter und seine Freundin Li Tingyu hatten Informationen zu Streiks und Protesten zusammengetragen und sie auf Blogs sowie Twitter veröffentlicht.

Das Paar war im Juni 2016 festgenommen worden. Lis Verbleib war am Freitag zunächst nicht bekannt. Lus Anwalt Xiao Yunyang sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Mandant habe auf unschuldig plädiert und werde in Berufung gehen. Die Organisation Reporter ohne Grenzen verlieh den beiden vor einigen Monaten einen Preis in der Kategorie "Bürgerjournalisten".

In China haben Proteste von Arbeitern in den vergangenen Jahren zugenommen. Nach Angaben der in Hongkong herausgegebenen Publikation "China Labor Bulletin" gab es 2015 fast 2800 Arbeitskämpfe und Protestaktionen - mehr als in den vier vorangegangenen Jahren zusammen. Dabei ging es unter anderem um ausstehende Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden