Mi, 22. November 2017

Aquaplaningunfall

06.08.2017 17:37

Baby bei Unfall schwer verletzt

Heftiger Regen, Aquaplaning auf der Autobahn - das wurde am Sonntag auf der A 8 bei Weibern einer fünfköpfigen mazedonischen Familie zum Verhängnis: Ihr Wagen kam ins Schleudern und überschlug sich dann mehrfach. Alle fünf Insassen wurden verletzt, darunter ein acht Monate altes Baby schwer.

Sonntag kurz vor 9 Uhr geriet der 49-jährige Familienvater aus Mazedonien auf der Fahrt in Richtung Suben infolge des Aquaplanings ins Schleudern. Der Wagen kam dann rechts von der Autobahn ab und stieß mit voller Wucht gegen eine ansteigende Böschung. Anschließend wurde der Pkw wieder zurück auf die Fahrbahn katapultiert, wobei er sich mehrmals überschlug, bis er schlussendlich auf der linken Fahrbahnseite zum Stehen kam.

Beim Crash kamen der Vater und seine drei älteren mitfahrenden Kinder im Alter von zehn, 17 und 20 Jahren mit leichteren Verletzungen noch relativ glimpflich davon. Doch der gerade erst acht Monate alte Bub der 17-jährigen Tochter wurde beim Unfall schwer verletzt und kam wie seine Familie ins Krankenhaus nach Wels. Nach dem folgenschweren Unfall kam es im Reiseverkehr zu einem kilometerlangen Rückstau.

Richtige Reaktion beim Aufschwimmen üben
Fahrsicherheitstrainings gehören heutzutage zur Führerschein-Grundausbildung
- richtiges Verhalten bei Glatteis und Aquaplaning lässt sich aber am besten bei speziellen Kursen, wie sie zum Beispiel der ÖAMTC in seinen Fahrsicherheitszentren anbietet, erlernen.

Tipps bei Aquaplaning
Je nach Fahrzeugart und -bereifung tritt Aquaplaning bei unterschiedlichem Tempo, meist ab etwa 80 km/h, auf. Wenn das Fahrzeug aufschwimmt, heißt es Nerven bewahren und Folgendes beachten:

* Lenkrad ruhig halten: Die Reifen müssen in Fahrtrichtung bleiben, zugleich auskuppeln (bei Automatik Stellung "N") und Fuß vom Gas nehmen, bis die Reifen wieder greifen.

* Nicht auf ESP verlassen: Das ESP kann Aquaplaning nicht verhindern, sondern nur die Motorleistung verringern. Erst wenn wieder alle Reifen Bodenkontakt haben, kann das EPS helfen, die Stabilität wieder zu erlangen.

* Vorbeugen ist besser: Die Gefahr von Aquaplaning verringert sich durch Drosselung des Tempos, durch gute Profiltiefe und passenden Reifendruck. Auch der Zustand der Stoßdämpfer spielt eine große Rolle.

Johann Haginger, Johannes Nöbauer / Kronen Zeitrung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden