Mi, 22. November 2017

Kinderbetreuung

06.08.2017 06:08

Bei Krabbelstuben fehlen auf EU-Ziel 7900 Plätze

Jahr für Jahr purzeln die Rekorde! 6933 Kinder unter 3 Jahren, so viele wie noch nie, besuchen in Oberösterreich eine Betreuungseinrichtung. Im Vergleich zu vor zehn Jahren hat sich die Zahl mehr als verdreifacht. Trotzdem hinkt das Land ob der Enns bei der Betreuungsquote seit Jahren anderen Bundesländern hinterher.

"4500 Krabbelstubenplätze fehlen, um überhaupt auf den Österreichschnitt von 25,4 Prozent zu kommen. Die Infrastruktur müsste um zwei Drittel ausgebaut werden", weist SPÖ-Kubchef Christian Makor auf den großen Nachholbedarf hin. Oberösterreich liegt mit einer Betreuungsquote von 15,4% bei den Unter-Dreijährigen in der Bundesländerwertung auf Rang acht.

"Barcelona-Ziel" liegt bei Quote von 33 Prozent
Auf die von der EU festgelegten "Barcelona-Ziele" mit 33% fehlen 7900 Plätze. Um diese zu erreichen, müsste das Angebot verdoppelt werden und das Land den Turbo zünden. Aktuell laufen 90 Krabbelstubenprojekte. "LH Thomas Stelzer will zu den Spitzenregionen Europas aufschließen. Dafür müssen wir auch die nötigen Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehört auch die Kinderbetreuung", kann sich SPOÖ-Chefin Birgit Gerstorfer kritische Seitenhiebe nicht verkneifen.

Bedarfserhebung ist für Roten nicht zeitgemäß

Die rote Forderung nach einem Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung lehnen VP und FP ab. "Schwarzblau begründet das mit der Bedarfserhebung. Doch die ist nicht zeitgemäß. Wie soll eine Mutter im Februar wissen, welche Kinderbetreuung sie im September benötigt", ärgert sich Makor. Um durch den Rechtsanspruch die Kommunen nicht zu überfordern, rät er zu Gemeindekooperationen und Kreativität: "Es muss nicht immer ein Großbau sein. Kinder können kurzfristig in Containern oder in einem Raum im Gemeindeamt betreut werden!"

Mario Zeko, Kronen Zeitung

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