Fr, 24. November 2017

Kriminalstatistik:

05.08.2017 13:32

Immer mehr Sexualdelikte und Internet-Betrügereien

Die engagierte Arbeit der heimischen Polizisten zahlt sich aus: Denn im ersten Halbjahr 2017 gingen die Anzeigen in Niederösterreich mit einem Minus von 8,6% deutlich mehr zurück als im bundesweiten Vergleich - siehe auch Seiten 12/13. Besorgniserregend ist aber der starke Anstieg bei Internet-Betrug und Sexualdelikten.

33.819 Straftaten wurden bis Ende Juni in Niederösterreich gemeldet. Mehr waren es nur in Wien - dafür dort knapp dreimal so viele. Die Aufklärungsquote stieg leicht auf 49,4 Prozent, was den vorletzten Platz bundesweit bedeutet. Dennoch ein Erfolg: Im ersten Halbjahr 2015 wurden nur vier von zehn Fällen gelöst. Gesunken ist hingegen die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Häuser auf 1350 (-2%), bei Pkw-Diebstählen macht das Minus stolze 29 Prozent aus. Die Gewaltstatistik ist gemischt: 15,4% weniger Körperverletzungen, dafür ein Anstieg der Sexualdelikte um knapp elf Prozent.

Sorgenkind Nummer eins ist die Internetkriminalität. Fast 1000 Niederösterreicher wurden heuer bereits Opfer von Betrügern - ein Zuwachs von 37,8 Prozent! Ebenfalls auffällig: Mehr als 80 Prozent der Verdächtigen sind Männer, bei den Opfern ist die Geschlechterteilung nahezu gleich. Und: Bereits jeder dritte Tatverdächtige ist Ausländer.

"Wir müssen uns diesen neuen Herausforderungen natürlich stellen. Dabei werden auch die 700 zusätzlichen Polizeibeamten im Land helfen", heißt es in einer Stellungnahme der VP.

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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