Sa, 26. Mai 2018

Auch wegen Steuern

04.08.2017 15:36

Plasser & Theurer: Verantwortliche im Fadenkreuz

Das Landeskriminalamt Niederösterreich ermittelt, das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ebenfalls - und auch die Wirtschafts- und Korruptions-Staatsanwaltschaft ist involviert: Verantwortliche der Linzer Firma Plasser & Theurer gerieten ins Fadenkreuz mehrerer Ermittlungen. Ein Ende der Causa scheint nicht so schnell in Sicht.

Im Juli standen Manager einer Traunviertler Firma in Steyr vor Gericht, weil sie neun Jahre mehrere Millionen Euro Steuern hinterzogen hatten. Sie wurden zu einer Strafe von 2,17 Millionen Euro verdonnert. Fast vier Jahre hatte die Staatsanwaltschaft zuvor ermittelt.

Ermittlungen seit April
Und auch die Causa Plasser & Theurer könnte sich ziehen. "Es sieht nach einem umfangreicheren Verfahren aus", bestätigte Ingrid Maschl-Clausen, Sprecherin der Korruptions-Staatsanwaltschaft in Wien. Seit April wird dort wegen des Verdachts der Abgaben-Hinterziehung im Zusammenhang mit der Abgabe unrichtiger beziehungsweise fehlender Steuererklärungen durch Verantwortliche von zwei Firmen des Bahnbaumaschinen-Spezialisten ermittelt. Plasser & Theurer-Anwalt Karl Hatak gibt dazu keinen Kommentar ab, die Firma selbst betont, dass die Beschuldigungen falsch sind.

Image-Schaden
Doch die Lawine kann so nicht mehr aufgehalten werden, die losgetreten wurde: So fällt der Name des Linzer Vorzeigeunternehmens, das 1800 Mitarbeiter in Österreich hat, ja auch in Ermittlungen wegen des Betrugs- und Spionageverdachts. Unabhängig vom Ermittlungsausgang ist ein Image-Schaden sicher.

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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