Mi, 23. Mai 2018

Empörung im Netz

05.08.2017 12:20

"Tierpfleger" schleudern Panda-Babys durch Gehege

Ausgerechnet in einer Aufzuchtstation, die für den Schutz der bedrohten Pandas in der chinesischen Stadt Chengdu eingerichtet wurde, werden Jungtiere grob behandelt und sogar durch die Luft geschleudert. Ein YouTube-Video, auf dem zu sehen ist, wie die Vierbeiner geschubst, gezerrt und gestoßen werden, sorgte für eine Welle der Empörung im Netz. Die Pfleger, denen Tierquälerei vorgeworfen wurde, begründeten ihr Verhalten mit der Aggressivität der Panda-Babys.

Der Vorfall spielte sich in der größten Panda-Aufzuchtstation der Welt ab. Seit 30 Jahren werden dort Pandas vor dem Aussterben bewahrt. Mehrere Dutzend Tiere leben dort. Neben der Aufzucht der Pandas wird auch Forschungsarbeit geleistet und Schulungen durchgeführt. Das Tier wird als Nationalsymbol in China verehrt. Viele Nutzer der chinesischen Social-Media-Plattform Weibo reagierten schockiert darauf, dass ausgerechnet in einer Einrichtung, die sich dem Erhalt der putzigen Pandabären verschrieben hat, Jungtiere derart unsanft behandelt werden.

"Pandas sehen nur niedlich aus"
Laut BBC rechtfertigte sich einer der Pfleger, Guo Jingpeng, damit, dass die Jungtiere selbst gewalttätig gewesen seien. In dem Video sehe man nicht, dass er von den Pandas zuvor angegriffen worden sei. "Ein Panda biss mir in die Hand. Seine Zähne bohrten sich in mein Fleisch, sodass ich blutete", so Guo. Er habe noch immer Narben. Das Tier habe er deshalb aus Instinkt weggestoßen. "Das war eine natürliche Reaktion", meinte er. Die Pandas sehen zwar niedlich aus, seien aber sehr brutal.

Das Institut reagierte auf den Vorfall und versicherte, dem Personal die Anweisung gegeben zu haben, die Tiere sanft zu behandeln. "Als wir das Video zum ersten Mal gesehen haben, dachten wir, dass die Mitarbeiter überreagiert haben, obwohl sie nicht beabsichtigten, die Pandas zu verletzen", sagte Panda-Experte Wu Kongju dem chinesischen Nachrichtendienst Xinhua.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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