So, 19. November 2017

Tier in Lebensgefahr

03.08.2017 05:00

Katzen-Qualen nach einem feigen Schuss

Feiges Schussattentat auf ein wehrloses Geschöpf: Ein Linzer Tierarzt versucht derzeit, eine schwerst verletzte Katze zu retten, die von einem Heckenschützen in Münzbach bei Perg aufs Korn genommen worden war. Das Projektil steckt noch im Körper. Die Polizei fahndet nun nach dem Täter.

Es ist nicht der erste Anschlag auf harmlose Haustiere in dieser Gemeinde. Im Frühjahr wurden bei einem Kater beim Röntgen an die 30 Schrotkörner im Körper gefunden. "Das Tier war ausgesetzt worden, hat bei mir ein neues Zuhause gefunden", erzählt die 85-jährige Helene P., die an die zwanzig herrenlose Samtpfoten betreut.

"Stupsi" schleppte sich schwerst verletzt nach Hause

Zu diesen Schützlingen zählt auch die zugelaufene Hauskatze "Stupsi". Sie war am Donnerstag vergangener Woche plötzlich verschwunden, wurde dann am Sonntag von der Tochter der Pensionistin im Gebüsch beim Haus gefunden - mit einer Schusswunde im Rücken. Das gequälte Tier hatte sich unter erheblichen Schmerzen bis dorthin geschleppt.

"Wir haben sie sofort zu einem sehr guten Tierarzt nach Linz gebracht. Er hat festgestellt, dass das Projektil am Rückgrat zersplittert ist und noch im Tier steckt", so Helene P., die um das Leben von "Stupsi" bangen muss: Die Mieze kann erst operiert werden, wenn sich ihr Gesamtzustand stabilisiert hat - doch die Schusswunde steht unter Eiter.

"Der Heckenschütze könnte ja auch ein Kind treffen"

"E ist unbegreiflich, wie jemand so herzlos sein kann, auf ein wehrloses Tier zu schießen. Hier in Münzbach hört man aber immer wieder Schüsse. Es könnte ja auch passieren, dass statt einer Katze einmal ein Kind Opfer eines solchen Schützen wird", sind Helene P. und ihre Tochter Renate besorgt.

Polizei jagt nun den Schützen

Die tierliebenden Frauen haben Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei in Perg erstattet, wo auch sofort mit den Ermittlungen begonnen wurde - bisher konnte der Schütze noch nicht ausgeforscht werden. Wer Hinweise geben kann, möge sich bei der Polizei Perg (Tel. 0 59 133/43 20) melden.

Johann Haginger, Kronen Zeitung

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