So, 17. Dezember 2017

Wolfgang Feiersinger

01.08.2017 17:47

"Für dieses Team ist jetzt alles möglich"

Wolfgang Feiersinger fiebert von der Reha aus mit seiner Tochter Laura und ihren Kolleginnen mit: Der Ex-Internationale sieht im Teamgeist der ÖFB-Damen ein Lehrbeispiel für Mannschaftssport. Oben im Video sehen Sie das geniale Party-Video unserer EM-Heldinnen.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, sagt ein Sprichwort. Beim 46-fachen ÖFB-Teamspieler Wolfgang Feiersinger und Tochter Laura trifft das eindeutig zu. "Sie ist von klein auf immer dem Ball nachgelaufen und hat sich mit den Buben duelliert", erinnert sich der 52-jährige Saalfeldener.

Damals, das war nach der erfolgreichen Salzburg-Ära die Zeit bei Borussia Dortmund. Und als er dann zurück nach Österreich kam und ein Jahr beim LASK kickte, spielte Laura schon in Oftering bei Linz, später dann in Saalfelden.

"Nie geglaubt, dass der Damen-Fußball so eine Entwicklung nimmt"
Mittlerweile zählt die 24-jährige Deutschland-Legionärin zu den großen Stützen des ÖFB-Frauennationalteams, hat den Papa an Team-Einsätzen schon überholt. "Ich hätte nie geglaubt, dass der Damen-Fußball so eine Entwicklung nimmt", gibt Wolfgang zu. Aber für ihn steht fest: "Jetzt ist für dieses Team alles möglich. Der Teamgeist ist ein Lehrbeispiel für das, was im Mannschaftssport drin ist. Auch dank sehr guter Arbeit des Trainers."

Feiersinger erinnert diese Begeisterung an seine große Salzburg-Zeit. "Die Leute sind von Vorarlberg bis zum Burgenland hinter uns gestanden. Das passiert nun auch bei den Damen. Weil sie einen ehrlichen, authentischen Fußball spielen." Der Kontakt mit Laura ist während der EM nicht so leicht. "Aber über SMS tauschen wir uns schon immer wieder aus."

Reha in Münster
Das Halbfinale kann er nicht vor Ort verfolgen. Feiersinger, der mit Lebensgefährtin Karin die Hochwildalm in Aurach bei Kitzbühel führt, ist gerade auf Reha im Tiroler Münster. Noch immer machen ihm Herzrhythmusstörungen zu schaffen. 2013 war er beim Pezzey-Gedenkturnier zusammengebrochen, lag dann auf der Intensivstation.

Aber zumindest die Auftritte von Laura und dem gesamten ÖFB-Damenteam muntern ihn auf. "Ich bin vorm Fernseher sehr emotional dabei, auch am Donnerstag beim Halbfinale."

Herbert Struber, Kronen Zeitung

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