So, 22. Oktober 2017

Hohe Investitionen

01.08.2017 21:00

Freistaat Bayern wird zu Digital-Bruder

Digitalisierung ist für die erfolgreiche Zukunft einer Region unerlässlich: Oberösterreich will auf den fahrenden Zug aufspringen und hat den "großen Bruder" Bayern als Vorbild und Kooperationspartner auserkoren. In München lotete LH Thomas Stelzer die Chancen aus.

Drei Milliarden Euro steckt Bayern in den im Mai beschlossenen Masterplan Bayern Digital II, der von 2018 bis 2022 durchgeführt werden soll und zudem 2000 neue Jobs bringen wird. Investitionssummen, von denen das viel kleinere Oberösterreich natürlich nur träumen kann, aber: "Wir haben dieselben Herausforderungen und könnten uns gegenseitig helfen. Bei unserem Besuch in München haben wir die Tür zu Kooperationen geöffnet", ist sich Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) sicher, dass Bayern bald zum "Digital-Bruder" werden kann.

Leitinitiative
Dazu brachte er auch Forscher der FH Oberösterreich und der Kepler-Uni in Linz zu deren Kollegen ins Zentrum Digitalisierung. Bayern, wo alle Fäden des neuen Masterplans zusammenlaufen: "Wir sind zuständig für Wissenstransfer, Vernetzung mit Unternehmen und den Ausbau der digitalen Infrastruktur", erklärt der Vize-Geschäftsführer Florian Schwimmer der OÖ-Delegation in München.
Ob der Enns sieht die Leitinitiative Digitalisierung einen Schwerpunkt im Wirtschaftsressort vor, denn vor allem für Firmen ist es wichtig, bestmöglich gerüstet zu sein, nicht nur um Chancen der Digitalisierung zu nutzen, sondern auch, um Gefahren wie Hacker-Angriffe zu vermeiden.

"Wollen Firmen vor Hacks schützen"
Robert Kolmhofer leitet den Studiengang "Sichere Informationssysteme" an der FH Hagenberg und hofft auf ertragreiche Synergien mit dem Nachbarn Bayern.

"Krone": Bayern legt mit seinem Zentrum Digitalisierung.Bayern einiges vor.
Robert Kolmhofer: In kleinerem Rahmen gibt es bei uns schon seit vier Jahren ein Pendant dazu, nämlich den IT-Cluster-Beirat. Außerdem ist ein Information Security Hub geplant.

"Krone": Was ist das?
Kolmhofer: Das wird eine zentrale Servicestelle für die oberösterreichischen Firmen zum Thema Informationssicherheit. Wir helfen Unternehmen, sich vor Hacks zu schützen.

"Krone": Wie können die bayrischen Kollegen da helfen?
Kolmhofer: Bayern ist ein sehr großes Vorbild und hoffentlich künftiger Kooperationspartner. Wichtiges Know-how kann zwischen den Experten ausgetauscht werden.

Jasmin Gaderer, Kronen Zeitung

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