Mi, 13. Dezember 2017

Drama beim Wandern

01.08.2017 11:11

100-Meter-Absturz: Oma tot, Enkel schwer verletzt

Schrecklich hat der Tag einer deutschen Wandergruppe am Montag in Salzburg geendet: Zwei der Teilnehmer - eine 64-Jährige sowie ihr sechs Jahre alter Enkelsohn - stürzten im Stubachtal im Pinzgau rund 100 Meter in die Tiefe. Die Frau war sofort tot, das Kind konnte vom Notarzt reanimiert werden. Der Bub wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus geflogen und dort in künstlichen Tiefschlaf versetzt.

Die Großmutter und ihr Enkelkind waren Teil der deutschen Wandergruppe, die von der Rudolfshütte auf 2315 Metern am Höhenweg Richtung Ödwinkelkees unterwegs waren. Gegen 15 Uhr trennte sich die Gruppe: Die 64-Jährige drehte gemeinsam mit dem Sechsjährigen um und wollte in Richtung Hütte zurückgehen. Doch dort kamen die beiden nie an.

Als die übrigen Wanderer am Abend bei der Hütte ankamen, stellten sie fest, dass Großmutter und Enkerl fehlten, woraufhin sich ein ortskundiger Bergführer mit zwei Helfern sofort auf die Suche nach ihnen machte. Rund eine halbe Stunde von der Rudolfshütte entfernt fanden sie schließlich die beiden Verunglückten etwa 100 Meter unterhalb des Tauernhöhenweges in steilem Gelände.

Zustand des Sechsjährigen "kritisch, aber stabil"
Der Notarzt konnte nur noch den Tod der 64-Jährigen feststellen, der Sechsjährige konnte wiederbelebt werden. Er wurde im Anschluss per Hubschrauber ins Spital gebracht. Wie die Sprecherin der Salzburger Landeskliniken, Mick Weinberger, erklärte, liege der Bub derzeit auf der Kinderintensivstation des Landeskrankenhauses in künstlichem Tiefschlaf. "Sein Zustand ist kritisch, aber stabil", so Weinberger.

Wie genau es zu dem Unfall gekommen war, wird derzeit ermittelt.

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Redaktion
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