Di, 16. Jänner 2018

Spuren der Kriege

31.07.2017 17:22

100 Kriegsrelikte pro Jahr

Diesen Sonntag, fast zeitgleich, wurden im Keutschacher See und Wörthersee Kriegsrelikte entdeckt - die "Krone" berichtete. Nach Einsatz des Sprengstoffsachkundigen musste der Entminungsdienst aus Wien anrücken. Die scharfe Munition wurde fachkundig geborgen und nach Niederösterreich gebracht.

"Die Kriegsrelikte werden natürlich fachgerecht vom angeforderten Entminungsdienst entschärft", sagt Johannes Holler, einer der sieben Sprengstoffsachkundigen Organe (SKO) der Landespolizeidirektion Kärnten. Die scharfe Granate, die Sonntag von einem aufmerksamen Bootsführer im Wörthersee entdeckt worden ist, wurde von einem Wiener Entminungsexperten entschärft.

Auch die kleinere Granate, die ein Opa anstelle einer Muschel aus dem Keutschacher See gefischt hat, wurde fachgerecht beseitigt. Bei dieser Handgranate hat der Zünder gefehlt. "Die Kriegsrelikte werden von den Sprengstoffexperten nach Niederösterreich gebracht und dort schließlich vernichtet", erklärt Holler.

Die Funde stammen aus der Zeit der beiden Weltkriege. Die sieben SKO-Experten rücken jährlich zu 100 solchen Einsätzen aus. Holler: "Solche Funde gibt es nicht nur in den Seen, sondern auch auf Äckern, bei Baustellen oder in Bergregionen."

Und bei solchen Kriegswaffen, die wahllos irgendwo abgeworfen worden sind, kann auch 100 Jahre später Dramatisches passieren. Holler warnt die Bevölkerung: "Wer Kriegswaffen sichtet, soll den Bereich sofort verlassen und umgehend die Polizei holen."

Gerlinde Schager, Kärntner Krone

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