Di, 21. November 2017

Tödliche Attacke

31.07.2017 16:16

DNA-Analyse soll klären, ob Wolf drei Schafe riss

Vermutlich ein wandernder Wolf hat in der Nacht zum 28. Juli in einem Gatter in Kaltenberg im Bezirk Freistadt ein Mutterschaf und zwei Lämmer gerissen. Der Wolfsbeauftragte Jörg Rauer, Forscher an der Veterinärmedizinischen Uni Wien, kann aber anhand der Biss-Spuren auch einen Hund als Täter nicht ausschließen.

"Krone": Warum kann man nicht mit Sicherheit sagen, dass ein Wolf die Schafe gerissen hat?
Jörg Rauer: Es liegt daran, dass die Biss-Spuren nicht eindeutig zuordenbar sind, vor allem bei den Lämmern schauen diese weniger nach einem Wolf aus. Der Bauchraum wurde geöffnet, sodass die Innereien herausgequollen sind. Es ist aber kaum was gefressen worden - so wie das meist bei Hunderissen der Fall ist.

"Krone": Anders beim Mutterschaf.
Rauer: Ja, da ist ein erheblicher Teil des Kadavers gefressen worden, was doch eher auf einen Wolf deuten würde.

"Krone": War hier nur einer oder waren mehrere Täter am Werk?
Rauer: Wir gehen nur von einem Tier aus.

"Krone": Könnte es sein, dass es einer der Wölfe des Rudels aus Allentsteig (NÖ) gewesen ist?
Rauer: Wenn, dann maximal ein Jungwolf, der sich auf Wanderschaft befindet und ein eigenes Revier sucht. Dass das Allentsteiger Rudel auf der Suche nach Beute eine derart große Distanz zurücklegt, ist auszuschließen.

"Krone": Es sind DNA-Proben genommen worden, wann ist mit einem Ergebnis zu rechnen?
Rauer: Wir möchten nicht nur wissen, ob es ein Wolf war, sondern auch, ob es einer gewesen ist, den wir schon kennen. Die Analyse-Ergebnisse liegen in einigen Wochen vor.

Interview: Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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