Mo, 23. April 2018

Internetsperren

31.07.2017 08:32

Apple löscht VPN-Apps aus seinem Store in China

Apple hat Programme aus seinem chinesischen App-Store gelöscht, mit denen die strengen Internetsperren des Landes bisher umgangen werden konnte. ExpressVPN, einer der Anbieter der sogenannten VPN-Tunnel, teilte in einer Stellungnahme mit, dass Apple die Software entfernt habe, weil sie gegen chinesische Gesetze verstoße. Auch die populäre Tunnel-App VyprVPN war am Sonntag nicht mehr in Apples China-Angebot verfügbar.

Der kalifornische Konzern hatte bereits Anfang des Jahres Ärger auf sich gezogen, als er auf Wunsch Pekings die Nachrichten-App der "New York Times" aus seinem Angebot in China löschte. Für den iPhone-Hersteller ist die Volksrepublik nach den USA der wichtigste Markt. Peking hatte zuletzt angekündigt, die Regulierung der VPN-Programme verschärfen zu wollen, die die einzige Möglichkeit sind, die Internetsperren des Landes zu umgehen.

Facebook und Twitter sind schon seit Jahren von der chinesischen Regierung gesperrt. Auch Google-Dienste oder die Videoplattform YouTube, viele internationale Medien oder Websites, die Pekings Politik kritisieren oder Menschenrechtsthemen ansprechen, werden blockiert. Zuletzt wurde auch die Nachrichten-App WhatsApp massiv gestört. Nutzer konnten zwar noch Textnachrichten senden, allerdings keine Fotos mehr.

Chinas eigene soziale Netzwerke werden unterdessen streng von den Zensoren überwacht. Kritische Artikel werden gelöscht, viele Suchbegriffe sind gesperrt.

 krone.at
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