Mi, 22. November 2017

Neuer Tank

29.07.2017 06:43

Flugretter bleiben länger in der Luft

Aufatmen bei den Rettern aus der Luft: Für sie wurde jetzt beim Stützpunkt in Scharnstein ein 990 Liter Kerosin fassender Tank aufgestellt, damit sie bei ihren schwierigen und lebensrettenden Einsätzen nicht wie bisher zum Nachtanken extra nach Linz oder Salzburg zurückfliegen müssen. Dank dieser Einrichtung kann die Libelle der Polizei künftig vier Stunden länger in der Luft bleiben.

1994 wurde die Feuerwehr Scharnstein zum Flughelfer- und Waldbrandstützpunkt samt Hubschrauber-Unterstützung erklärt. Schon im selben Jahr gab’s die Feuertaufe bei einem Waldbrand am Traunstein.  In jüngster Vergangenheit mussten die Helfer  einen Waldbrand im Oktober 2015 auf  der Scharnsteinerspitze im hochalpinen Gelände bekämpfen und vor kurzem gleich drei Brände im Gebiet des Feuerkogels. Auch da wurde die Libelle alarmiert, sie erkundete die Lage und brachte Löschmaterial auf den Berg.

Libelle musste in Linz nachtanken
Bisher musste der Polizeiheli bei längeren Einsätzen immer wieder nach Linz zum Nachtanken fliegen. Dies ist nicht mehr nötig, denn nun wurde bei der FF Scharnstein ein Kerosin-Tankanhänger aufgestellt. "Er kann mit einem Kommando-Fahrzeug mobil zu den verschiedenen Einsatzstellen gebracht werden", so Florian Huemer von der FF Scharnstein.

Neuer Löschbehälter

Sie ist primär für seine Anforderung und Alarmierung zuständig. Weiters wurde der faltbare Löschbehälter "Bambi Bucket" direkt bei der Flugeinsatzstelle für die Libelle stationiert.

Der Leiter der Flugeinsatzstelle in Linz, Thomas Langthaler, erzählt, welche großen Vorteile der neue Löschtank bei den Rettungsflügen aus der Luft hat.

Wie wichtig ist die neue Tankstelle?
Sie bringt eine enorme Zeitersparnis bei unseren Einsätzen.
Sie bleiben vor Ort?
Ja. Als wir vor einigen Jahren einen Vermissten am Zwillingskogel gesucht haben, dauerte der Einsatz ganze zwei Tage, da mussten wir immer auftanken fliegen.
Ein voller Tank ist natürlich enorm wichtig.
Wir haben sehr viele Instrumente an Bord und wenn wir Leute bergen, können wir gar nicht vollgetankt fliegen, da wären wir ja viel zu schwer. Wir sind ja gewichtsabhängig. Jetzt brauchen wir nur zur Feuerwehr sagen, wo sie den mobilen Tank hinbringen soll und können nachtanken.
Gibt’s mehrere solcher Tanks im Land?
Nein, das ist bisher der Erste und Einzige für die Polizei.

Johannes Nöbauer, Kronen Zeitung

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