Mo, 23. Oktober 2017

Bootsunfall

27.07.2017 23:30

Ache riss Rafting-Mädels mit

Bange Momente durchlebten acht Mädchen aus Venezuela bei einer geführten Rafting-Tour in Marktschellenberg im nahen Bayern: Durch das Hochwasser wurde das Boot über eine Wehr gezogen. Die Teenager sprangen panikartig ins Wasser, konnten sich aber ans Ufer retten. Auch Salzburger Helfer wurden alarmiert!

Donnerstagvormittag, kurz nach 11 Uhr ging der Alarm bei den Salzburger Hilfskräften ein: Mit einem Guide waren acht Mädchen, aus Venezuela, alle um die 15 Jahre alt, auf einer Raftingtour auf der hochwasserführenden Berchtesgadener Ache unterwegs. Entsprechend waren sie auch mit Schwimmwesten ausgestattet. Doch am Ende der Fahrt, beim Anlegen in Marktschellenberg, wurde deren Schlauchboot durch die Gewalt des Wassers über die dortige Wehr gespült. Panikartig sprangen die Mädchen aus dem Boot und wurden abgetrieben.

Ein Großaufgebot von Hilfskräften rückte sofort an: Rotes Kreuz, Wasserwacht, Polizei und Feuerwehren - auch die Salzburger Helfer, etwa aus Grödig und Hallein, wurden allesamt alarmiert, der "Christophorus 6"-Helikopter flog umgehend Richtung Bayern. "Wir waren auch schon am Weg", schildert Salzburgs Wasserrettungs-Chef Heinrich Brandner.

Doch bald darauf folgte die Entwarnung: Alle Teenager am rettenden Ufer, niemand verletzt. "Also drehten wir um", sagte Brandner. Denn obwohl sich der Einsatz entlang der Ache aufwändig und schwierig gestaltete, endete der Vorfall glimpflich. Wasserwacht-Einsatzleiter Franz Kurz hatte vom Eishöhlen-Parkplatz aus die Rettungskräfte koordiniert. Zeugen hatten angegeben, noch weitere Personen gesehen zu haben. Also suchten die Hilfskräfte die Ufer bis zur Mündung der Ache in die Salzach ab. Unterstützung gab es dabei aus der Luft. Die endgültige Entwarnung folgte keine 30 Minuten später.

Bis dahin hatten die Retter die Mädchen über die Uferböschung auf den Marktplatz gebracht. Eine 15-Jährige kam mit einer Verletzung am Arm ins Spital, die anderen Mädchen fielen sich erleichtert in die Arme. Zur Sicherheit kümmerte sich das Kriseninterventionsteam um sie.

Max Grill, Kronen Zeitung

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