Di, 21. November 2017

Nach 1:1 in Cl-Quali

27.07.2017 09:55

Salzburg: „Zweite Halbzeit gibt uns Zuversicht!“

Salzburgs Chancen auf ersten Königsklassen-Einzug nach 1:1 gering, aber intakt. Trainer Marco Roses Kabinenpredigt rüttelte die Spieler wach. Verteidiger Stefan Lainer zeigt sich kämpferisch: "Rijeka wird Schmerzen spüren!" (Im Video oben sehen Sie die Bullen Ulmer, Walke und Leitgeb beim Shooting fürs Bundesliga-Journal, dabei geht's auch um die Champions League."

Hertha BSC Berlins Wunschkandidat Tino Lazaro war wegen einer Sprunggelenksverletzung außer Gefecht - Salzburg konnte vorm Hinspiel in Quali-Runde drei dennoch aufatmen: Die UEFA teilte Österreichs Meister mittags mit, dass dem Einspruch gegen Valon Berishas Sperre auf Reduzierung stattgegeben wurde. Womit der wichtige Kosovo-Teamkicker nach dem Ausschluss auf Malta bereits gestern spielberechtigt war.

Mut und Überzeugung fehlten
Doch Salzburg wirkte auch mit dem Mittelfeld-Antreiber und trotz eines Durchschnittsalters von 25 Jahren in der Startelf nervös, gehemmt. Woraufhin Trainer Rose in der Pause eine Kabinenpredigt von der Stange ließ: "Mir hat der Mut, die Überzeugung gefehlt. Wir waren in allen Bereichen fünf Prozent hinter dem Soll. Die Dinge habe ich angesprochen, die Überzeugung kam rasch ins Spiel zurück!"

"Es ist noch alles drinnen"
Nach dem passablen zweiten Durchgang und der geglückten Aufholjagd sah die Welt des FC Salzburg beim zehnten Anlauf auf die Champions League auch nicht mehr so trüb aus. "Es ist noch alles drinnen. Die zweite Halbzeit gibt uns Zuversicht", sagte Kapitän Alex Walke stellvertretend für das ganze Team.

Rijeka hatte 2013 Stuttgart in der Europa League-Quali eliminiert, ein Jahr später in der Gruppenphase Feyenoord, Standard Lüttich besiegt. Unter Trainerfuchs Matjaz Kek, der den kroatischen Double-Sieger auch gestern top eingestellt hatte. War man vom Gäste-Auftritt überrascht? "Nein", wiegelte Rose ab. "Wir sind auf einen Gegner mit Tempo und Torgefahr getroffen, der zielstrebig in die Tiefe gespielt hat. Das war schwierig zu verteidigen!"

Schmerzen für Rijeka
Um ohne Verlängerung ins Play-off aufzusteigen, reicht den Bullen nächsten Mittwoch in Kroatien jeder Sieg oder jedes Remis ab 2:2. Der Glaube daran ist da. Valon Berisha: "Die Kroaten werden ihren Fans zu Hause einen Sieg schenken wollen, das ist unsere Chance!" Stefan Lainer gab eine kämpferische Parole aus: "Rijeka wird im Rückspiel Schmerzen haben!"

Valentin Snobe, Kronen Zeitung

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