Mi, 18. Oktober 2017

Bei Anflug auf Linz:

26.07.2017 16:51

Drohne holte beinahe Flugzeug vom Himmel

Das Herz blieb beim Landeanflug auf den Linzer Flughafen einem Piloten und dem Fluglehrer fast stehen: In 400 Metern Höhe schwebte eine Drohne in der Einflugschneise, nur wenige Meter trennten vom Crash! Jetzt sucht die Polizei den Drohen-Piloten, dem 22.000 Euro Strafe und bis zu zehn Jahre Haft drohen!

"Bei einem Zusammenprall mit mehr als 200 km/h sind wir Absturz-Kandidaten. Eine Drohne ist wie ein Geschoß", ist Co-Pilot und Fluglehrer Wolfgang O. (61) aus Linz erleichtert, dass er und der Pilot, der mit dem Flug seine Lizenz erneuerte, in ihrer zweimotorigen "Diamond Twin Star" vier Minuten später gut gelandet sind.

Zum Ausweichen blieb keine Zeit

"Am Radar sind die Drohnen nicht zu erkennen und als wir sie sahen, wäre zum Ausweichen keine Zeit geblieben", erklärt der Profi-Flieger, der den Flughafen und die Polizei informierte.

Drohen bei Flughafen verboten
Die suchte mit mehreren Streifen den Piloten, der vom Boden aus mit der Drohen-Kamera den Anflug filmte - erfolglos. "In Flughafennähe ist  Fliegen mit Drohnen ausnahmslos verboten", erklärt Markus Pohanka von Austro-Control, mahnt: "Wer eine Drohne, die mehr als 250 Gramm wiegt, fliegen will, muss eine Ausbildung machen und das Fluggerät anmelden. Wer es illegal betreibt, riskiert bis zu 22.000 Euro Strafe."

22.000 Euro Strafe und bis zu 10 Jahre Haft

Für eine Gefährdung wie in Linz drohen bis zu 10 Jahre Haft! Übrigens dürfen Drohnen maximal 150 Meter hoch fliegen, jene die als Spielzeug gelten, maximal 30 Meter.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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