Di, 23. Jänner 2018

Voestalpine Rotec

25.07.2017 16:18

Motorrad-WM: KTM setzt auf steirische Stahlrohre

Von 0 auf 100 km/h in nicht einmal drei Sekunden, Schräglagen bis zu 65 Grad in den Kurven, waghalsige Manöver: In der Motorrad-Weltmeisterschaft sind die Maschinen voll gefordert. KTM setzt dabei als einziges Team auf einen Stahlrahmen. Die Rohre dafür werden im Voestalpine-Rotec-Werk in Krieglach gefertigt.

Noch stellen sich die großen Erfolge nicht ein, aber KTM schlägt sich beachtlich in seiner Debütsaison in der MotoGP, der Königsklasse des Motorradsports. In den kleineren Klassen (Moto2, Moto3) fährt das österreichische Team hingegen schon länger an der Spitze mit. Aktuell fiebert man dem Heimrennen in Spielberg entgegen, das am 13. August für volle Tribünen sorgen wird.

KTM setzt als einziges Team auf Stahlrahmen
Während alle anderen Teams mittlerweile Rahmen aus Aluminium benutzen, setzt KTM auf Stahl. Die Basis dafür sind Profilrohre von Voestalpine Rotec in Krieglach. Sie müssen eine hohe Festigkeit, gleichzeitig (alleine aufgrund der Kurvenmanöver) auch eine gewisse Elastizität aufweisen - eine große Herausforderung in der Produktion.

Erreicht wird dies durch das sogenannte Kaltziehen. Kurz umrissen: Die angelieferten Rohre werden mit einer speziellen Seife versehen und zweimal durch eine große Anlage gezogen - mit einer Ziehkraft von sieben Tonnen! Dadurch werden sie bis zu 1,5 Millimeter dünn und erhalten die gewünschte Form (quadratisch, oval usw.). Geprüft, gerade gerichtet, verpackt - weiter geht es zu einer KTM-Tochterfirma, die dann den gesamten Rahmen fertigstellt.

Allzeithoch bei den Mitarbeitern
Im Rotec-Werk arbeiten aktuell 356 Mitarbeiter - ein Allzeithoch. Produziert wird für allem für die Automobilbranche, etwa Druckbehälter für Tesla und Luftfederkomponenten für Maserati. Bei Gurtstraffern, die Personen bei Unfällen zurückziehen, ist das Unternehmen sogar Weltmarktführer. Mehr als 30 Millionen Stück pro Jahr verlassen das Mürztal.

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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