Sa, 20. Jänner 2018

Kein Hübner-Antritt

25.07.2017 16:44

FPÖ räumt nach Antisemitismus-Skandal auf

FPÖ-Mandatar Johannes Hübner tritt bei der Nationalratswahl im Oktober nicht mehr für die Freiheitlichen an. Der langjährige Abgeordnete hatte auf einem rechten Kongress mutmaßlich mit antisemitischen Codes für einen Skandal gesorgt. Wie Hübner am Dienstag erklärte, sei er nun aber von niemandem zu diesem Schritt gedrängt worden - er werde auch erst jetzt FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache darüber informieren.

Die Vorwürfe des Antisemitismus wies Hübner erneut zurück. Er kritisierte, dass die eigentlichen Themen jetzt von der "Totschlag-Kampagne" und "beinharten Zerstörungsstrategie" gegen ihn und die FPÖ überdeckt worden seien. Jetzt müssten SPÖ und ÖVP andere Vorwände finden, wenn sie nicht mit den Freiheitlichen koalieren wollten.

Hübner, der stets dem ganz rechten Flügel der FPÖ zugeordnet wurde, war unlängst ungewollt in die Schlagzeilen geraten, als eine im Vorjahr gehaltene Rede des Anwalts am Kongress der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik in Thüringen veröffentlicht wurde, die antisemitische Anspielungen enthielt. SPÖ und ÖVP äußerten darauf, nicht mit einer Hübner-FPÖ koalieren zu wollen.

Kickl akzeptiert Rückzug, bedauert ihn aber persönlich
In einer ersten Reaktion akzeptierte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl den Rückzug des freiheitlichen Mandatars zwar, bedauerte ihn aber persönlich. Er kenne Hübner seit vielen Jahren als ehrlichen, engagierten und äußerst gebildeten Menschen. Dabei habe er keinen Anlass dazu gegeben, den zuletzt gegen ihn erhobenen Vorwürfen Glauben zu schenken.

"Das bedeutet nicht, dass es nicht die eine oder andere missverständliche oder überpointierte Passage in der Rede gibt, die die Möglichkeit zur Missinterpretation bietet", meinte Kickl. Immer alles richtig mache auch er nicht, so wie übrigens kein Mensch mit Ausnahme der "linken Gutmenschen vom Dienst" in deren Selbstinterpretation.

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