Do, 14. Dezember 2017

Panik in U-Bahn

25.07.2017 20:08

Asylwerber zu Polizei: "Nie über Bombe geredet"

Haben diese beiden Männer (siehe Foto oben) wirklich eine Bombe gebaut und wollten diese in Wien hochgehen lassen? Nach der intensiven Fahndung nach den beiden Verdächtigen, die sich ausgerechnet in der U-Bahn über ihren möglicherweise hochgefährlichen Plan in arabischer Sprache unterhalten haben sollen, hat sich mittlerweile einer der Gesuchten der Polizei gestellt: Der Asylwerber - ein laut "Krone"-Infos etwa 50-jähriger Palästinenser, der bereits wegen Drogendelikten amtsbekannt ist - habe allerdings nie über "eine Bombe gesprochen". Auch mit seinem Gesprächspartner hat die Polizei mittlerweile gesprochen.

"Ich habe die Bombe auf fünf Minuten gestellt." Dieser Satz löste in Wien - wie berichtet - einen Polizeieinsatz samt Öffentlichkeitsfahndung aus. Touristen mit Arabischkenntnissen hatten bereits am 17. Juli in einer Wiener U-Bahn-Garnitur der Linie U1 diese Worte im Gespräch zwischen zwei Männern aufgeschnappt - und wurden rasch hellhörig. Da einer von ihnen auch noch einen Koffer bei sich hatte, befürchteten die Zeugen Schlimmes und stiegen sofort aus dem Zug.

Anschließend alarmierten sie die Polizei, die die U-Bahn in der Station Reumannplatz anhielt und durchsuchte. Doch weder die zwei Männer noch ein Koffer wurden gefunden. Im Zuge der Ermittlungen konnten jedoch Fotos der beiden Männer aus Überwachungskameras sichergestellt werden. Am Montag erhöhte die Polizei den Fahndungsdruck und veröffentlichte diese Bilder.

Verdächtige namentlich bekannt
Mit Erfolg: "Die beiden Gesuchten sind mittlerweile namentlich bekannt, einer der Gesuchten hat sich aus Eigenem bei der Polizei gemeldet", so Polizeisprecher Paul Eidenberger gegenüber krone.at.

Laut ersten Angaben des Verdächtigen - er lebt bereits seit Jahrzehnten in Österreich und spricht auch Deutsch - seien die Äußerungen in der U-Bahn "nicht ernst gemeint" gewesen. In der Einvernahme relativierte der Mann jedoch seine ursprüngliche Aussage, er sei falsch verstanden worden. Tatsächlich habe er nie über eine Bombe gesprochen, die Touristen dürften ihn missverstanden haben.

Auch zweiter Verdächtige einvernommen
Auch der zweite Mann, ebenso ein Palästinenser, der nur Arabisch spricht, wurde mittlerweile einvernommen. Er hat ebenso bestritten, von einer Bombe gesprochen zu haben. "Das Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) hat die Ermittlungen übernommen", so Polizeisprecher Eidenberger. Nach Hausdurchsuchungen und Verhören befinden sich beide auf freiem Fuß.

 krone.at
Redaktion
krone.at
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