Sa, 16. Dezember 2017

Stauzone

24.07.2017 17:08

Grundbesitzer blockiert Ausbau des Kreisels

Die sommerliche Blechlawine rollt, auch in Zell am See-Schüttdorf: Um ärgere Staus zu verhindern, hätte der Kreisverkehr auf Höhe Einkaufszentrum PEZZ ausgebaut werden sollen. Der Betreiber der dortigen Waschstraße und Skibob-Sportler Gerfried Seeber legte aber sein Veto ein: Notfalls soll er enteignet werden.

Es geht um nur 14 Quadratmeter an einer Stelle, die Nadelöhr ist: Der Kreisverkehr soll auch von Bruck kommend zweispurig ausgebaut werden. Die einen sehen darin ein wichtiges Rezept gegen den Stau, andere eine falsche Maßnahme

Unternehmer bleibt stur, er soll enteignet werden
Gerfried Seeber will bei seiner Waschstraße keine Nachteile akzeptieren. "Man streicht mir dann auch den Linksabbieger aus Zell am See kommend", kritisiert der Unternehmer. Seiner Meinung nach wird hier Steuergeld verprasst. Ein Gesamtkonzept fehle. Erpressen wolle er niemanden, sagt er auf viel Kritik, die sein Kompromissvorschlag auslöste. Seeber möchte sein Aparthotel um eine Etage höher bauen

Die "große Lösung" für Zell am See sehnen alle herbei: Aus Bruck kommend wird dann bereits vor dem ersten Kreisverkehr ein Abzweiger zu Flughafen und Baumarkt weiter Richtung Oberpinzgau führen. Vor allem auch der Tourismus sei ein wesentlicher Stau-Bringer, so Stadtchef Peter Padourek. "Wir haben vier Millionen Nächtigungen allein im Oberpinzgau. Man muss sich fragen, wie viel Verkehr die Region insgesamt noch verträgt"

Auch die "Industrie-Leiche" am Ex-Sochor-Areal liegt immer noch brach: Mögliche Käufer schreckten vor der schwierigen Verkehrslage zurück. Das Areal könnte zu einer "Schlüsselstelle" im Verkehrskonzept werden: Zell am See lässt gerade den innerstädtischen Verkehr analysieren. Padourek: "Wir wissen, dass wir 5000 Einpendler haben. Es geht darum, sie zu lenken." Denkbar ist am Sochor-Areal auch ein P&R-Konzept.

Landesrat Hans Mayr will jetzt nicht mehr auf das Okay des Eigentümers warten. "Ich habe versucht, ihn zu überreden." Die Enteignung droht: "Im Idealfall beginnen wir heuer noch."

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

Zitat - Peter Padourek, Bürgermeister in Zell am See:
Der vierspurige Kreisverkehr ist eine wichtige Maßnahme.
Die große Lösung wird es aber erst geben, wenn die Entlastungsstraße Richtung Oberpinzgau kommt.

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