Mi, 22. November 2017

Muren und Hagel

24.07.2017 10:15

Unwetter richteten arge Schäden in Salzburg an

Mehrere Unwetter richteten am Wochenende in Salzburg wieder arge Schäden an: In der Nacht zum Sonntag verlegten Muren das Ellmautal in Großarl. Auch drei Häuser sind beschädigt, Autos wurden mitgerissen. Und auf den Raum Zell am See prasselten Sonntagabend tennisballgroße Hagelkörner ein.

Schlaflose Nacht für die Feuerwehrmänner aus Großarl: "Gegen ein Uhr wurden wir zuerst zu einer überfluteten Tiefgarage gerufen", schildert Kommandant Josef Prommegger. Dann mussten die Florianis gleich weiter, weil bei der Ortseinfahrt die Landesstraße überschwemmt war. Und kurz darauf kam der dritte Alarm: Eine 150 Meter lange und 40 Meter breite Mure sowie Erdmassen an zwei weiteren Stellen waren ins Ellmautal gedonnert. Drei Häuser liegen in diesem Bereich. Gefahr für Bewohner gab es aber nicht, so die Feuerwehr. Kommandant Prommegger: "Bei einem Gebäude hat es mit voller Wucht die Kellerwand eingedrückt." Rund zwei Meter hoch reichen Schlamm und Geröll an der Hausmauer

Auch mehrere Autos wurden beschädigt bzw. von der Mure mitgerissen. Prommegger: "Im Ellmautal gibt es immer wieder Felsstürze oder Murenabgänge. Unser letzter Einsatz war erst im März." Die Feuerwehr war den ganzen Sonntag mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Straße ins Ellmautal ist mittlerweile wieder offen. Sicherungsmaßnahmen sind noch erforderlich.

Hagel in Zell am See, Blitz traf Schafe auf Postalm

Ein heftiges Gewitter braute sich auch über der Postalm bei Strobl zusammen: Neun Bergschafe wurden vom Blitz getötet. Der Bauer traf Sonntag früh nur noch auf die Hälfte seines Viehbestandes.

Großarl: Muren im Ellmautal, Straße ist wieder offen

Und Sonntagabend zog schon das nächste heftige Gewitter eine Spur der Verwüstung durch den Pinzgau und Pongau: Im Raum Zell am See-Schüttdorf zerstörte tennisballgroßer Hagel Autos und zum Teil auch Dächer. Die Front zog dann weiter Richtung Bruck, Taxenbach, Lend und Schwarzach. "Einige Häuser waren überflutet und wir mussten auch Hagelschäden an Gebäuden abdichten", berichtet die Feuerwehr Zell.

Labile Luft und hohe Gewittergefahr sind erst einmal vorbei: Es soll in der ersten Wochenhälfte in Salzburg ordentlich abkühlen.

Sabine Salzmann, Kronen Zeitung

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