So, 17. Dezember 2017

In Nordafrika:

24.07.2017 08:28

Strolz will Gebiet für Flüchtlingszentren pachten

NEOS-Chef Matthias Strolz hat die Idee der Errichtung von Registrierzentren für Flüchtlinge außerhalb der EU erneut aufgegriffen. Bisher habe noch kein Politiker erklären können, wie das genau funktioniere, so Strolz. Seiner Vorstellung nach solle die EU in zwei nordafrikanischen Ländern Gebiete pachten und dort Asylanträge abarbeiten.

In den Aufnahmezentren sollen nach Strolz' Plan alle Asylanträge abgewickelt werden, auch jene der Flüchtlinge, die im Mittelmeer von Frontex- und anderen Hilfsschiffen aufgegriffen werden. "Ein Aufgriff am Mittelmeer würde nicht automatisch ein Ticket für die Europäische Union bedeuten", erklärte der Parteichef der NEOS in der "Kleinen Zeitung".

EU-Recht im gepachteten Gebiet

Jene ohne positiven Bescheid, würden in das jeweilige Herkunftsland rückgeführt. Jene, die nur temporär Schutz suchten, könnten in dem exterritorialen Gebiet der EU versorgt werden - "was den Europäern billiger käme als eine Versorgung in Europa", merkte Strolz an.

In dem "genügend großen zusammenhängenden Gebiet" in Nordafrika, das die EU auf 99 Jahre pachten solle, würde europäisches Recht gelten. Die Anmietung des Gebiets solle in einen "umfassenden Masterplan für Afrika", insbesondere für die beiden Länder, die ein Teil ihres Territoriums de facto abtreten, eingebettet werden.

 krone.at
Redaktion
krone.at
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden