Do, 18. Jänner 2018

Zwei Beamte verletzt

20.07.2017 10:58

Wilde Verfolgungsjagd mit bis zu 120 km/h in Wien

Wilde Szenen haben sich Mittwochnacht im Wiener Bezirk Donaustadt abgespielt. Ein 51-jähriger Nigerianer wollte sich einer Polizeikontrolle entziehen und zog dafür alle Register. So versuchte er etwa, mit rasantem Tempo seinen Verfolgern in Uniform zu entkommen - die Exekutive raste dem Flüchtenden dabei teils mit bis zu 120 km/h hinterher - und schaltete auch die Beleuchtung seines Fahrzeugs aus, um die Beamten abzuschütteln. Als die Uniformierten den Flüchtenden in die Enge getrieben hatten, ließ der Verdächtige die Fäuste sprechen.

Kurz vor Mitternacht hatten sich Beamte bei der Arbeiterstrandbadstraße in Stellung gebracht, um Verkehrskontrollen durchzuführen. Der Lenker eines grauen Pkw bemerkte die Beamten und hielt zunächst an, um im nächsten Moment aufs Gas zu steigen und in Richtung Bruckhaufen davonzubrausen.

Fahrzeugbeleuchtung ausgeschaltet
Drei Streifenwagen nahmen daraufhin mit Blaulicht und Folgetonhorn und mit bis 120 km/h Spitzentempo die Verfolgung auf. In filmreifer Manier wollte der Flüchtende die Polizisten offenbar in die Irre führen, schaltete plötzlich die Fahrzeugbeleuchtung aus und bog in die nächste Gasse ein. Doch auch das sollte dem verdächtigen 51-Jährigen nichts nützen: Augenblicke später kam es zur Beinahe-Kollision mit einem der Polizeiautos, der Beamte am Steuer konnte gerade noch rechtzeitig auf die Bremse steigen. Sekunden später waren auch die beiden weiteren Streifen zur Stelle und kesselten das Fahrzeug des 51-Jährigen ein.

Wildes Gerangel bei Festnahme
Doch der Lenker gab sich noch nicht geschlagen. Mehrmals forderten ihn die Beamten auf, das Auto zu verlassen, doch der Verdächtige stellte sich stur. Wenig später begann er, im Fahrzeug wild um sich zu schlagen und zu schreien. Die Beamten konnten den Tobenden aus dem Wagen befördern, dabei riss sich der Verdächtige jedoch mehrmals los und griff die Polizisten an. Zwei von ihnen wurden bei dem Gerangel verletzt. "Ein Kollege erlitt einen Bänderriss im Knöchel, der andere wurde an der Schulter verletzt", so Polizeisprecherin Irina Steirer gegenüber krone.at. Der 51-Jährige konnte schlussendlich überwältigt und festgenommen werden.

Unklar ist bislang, warum sich der Mann der Polizeikontrolle entziehen wollte und die Flucht antrat. "Er wurde bisher noch nicht zu dem Vorfall einvernommen", so Steirer.

 krone.at
Redaktion
krone.at
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