Mo, 22. Jänner 2018

Für Abfertigung

19.07.2017 16:50

Schock im Gemeindebau: 643 Euro Nachzahlung!

643 Euro Nachzahlung! Gemeindebau-Bewohner Markus S. kann weder die Summe auf seiner Betriebskostenabrechnung fassen, noch den Grund dafür: Weil die Hausbesorgerin in Pension gegangen ist, stehen ihr als Abfertigung von Wiener Wohnen 14 Monatsbezüge zu. Die Bewohner müssen sie aufbringen.

"Es wäre Sache von Wiener Wohnen gewesen, ordentlich zu wirtschaften, sodass die Hausbesorgerin die Abfertigung aus Rückstellungen bekommen kann", ärgert sich Markus S. "Das kann doch nicht auf unsere Betriebskosten abgewälzt werden." Im Fall von Markus S. sind es 643 Euro. Alle elf Mieter müssen ähnlich hohe Monstersummen aufbringen.

Der Fall war freilich lange vorhersehbar: In der Leitgebgasse im 5. Bezirk geht die Hausbesorgerin 2016 nach 30 Dienstjahren in Pension. Nach dem Abfertigungsgesetz darf sie sich damit über zwölf Monatsbezüge und zwei Sonderzahlungen freuen. So weit, so toll!

Betrag "leider hoch ausgefallen"
Doch Wiener Wohnen hat es nicht geschafft, genügend Rückstellungen zu bilden, um die Summe auszuzahlen. "Es wurden 1400 Euro angespart", sagt Wiener Wohnen. Nicht genug. "So musste der fehlende Betrag gleichermaßen auf die Betriebskosten der Wohnhausanlage aufgeteilt werden", heißt es. Da die Anlage nur elf Wohnungen besitzt, sei der Betrag für die Mieter "leider hoch ausgefallen". Ein Experte legt Markus S. nahe: Ein Fall fürs Gericht!

Maida Dedagic, Kronen Zeitung

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