Fr, 19. Jänner 2018

Vernetzung

19.07.2017 09:08

Bluetooth macht sich fit fürs Internet der Dinge

Der weitverbreitete Funkstandard Bluetooth soll fit für das Internet der Dinge gemacht werden. Wie die deutsche Interessengemeinschaft Bluetooth SIG am Dienstag ankündigte, wird der Standard künftig auch sogenannte Mesh-Netzwerke unterstützen, bei denen jede Komponente mit einer oder mehreren anderen verbunden werden kann. Damit könne Bluetooth etwa in der Gebäudeautomation oder in drahtlosen, großflächigen Sensornetzwerken und anderen Lösungen des Internet der Dinge eingesetzt werden.

Bluetooth soll dabei dafür sorgen, dass Produkte verschiedener Hersteller Hand in Hand funktionieren. Für die Entwicklung von Industrie-4.0-Anwendungen gibt es bisher noch keinen einheitlichen Standard, was die schnelle Entwicklung vielfach behindert. Neben Bluetooth wird oftmals auch WLAN genutzt, das aber für viele Anwendungszenarien nicht optimiert ist.

Bluetooth wurde in den 90er-Jahren von der Bluetooth Special Interest Group entwickelt, zu der Unternehmen wie Ericsson, IBM, Microsoft und Intel gehören. Bluetooth sollte einen Industriestandard etablieren. Erst kürzlich sind der Bluetooth SIG, die aus rund 30.000 Unternehmen weltweit besteht, mit Google und Philips zwei weitere große Mitglieder beigetreten. Der Standard ist vor allem bei der drahtlosen Kommunikation etwa zwischen Kopfhörer, Smartphone und PC oder anderen Geräten über relativ kurze Distanzen (rund zehn Meter) auch durch Wände hindurch bekannt.

Um Bluetooth besser als Standard für das schnell wachsende Internet der Dinge oder das smarte Zuhause aufzustellen, hatte die Gruppe zuletzt auch eine stromsparende Variante veröffentlicht. Die Unterstützung des Mesh-Protokolls soll nun auch die Reichweite erhöhen. "Der Markt für vernetzte Geräte hat nach der Einführung von Bluetooth Low Energy ein enormes Wachstum erlebt", sagte Mark Powell, Geschäftsführer der Bluetooth SIG. Die Bluetooth-Mesh-Vernetzung werde nun einen ähnlichen Beitrag leisten, um etwa die Gebäudeautomation oder drahtlose Sensornetzwerke nachhaltig zu unterstützen.

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Redaktion
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