Di, 21. November 2017

Versicherer warnt:

18.07.2017 08:58

Cyber-Attacken zerstörerisch wie Hurrikan „Sandy“

2012 zog Hurrikan "Sandy" eine Schneise der Verwüstung durch die Karibik und die Ostküste der USA (Bild) und verursachte alleine dort Schäden in Höhe von 50 bis 70 Milliarden Dollar - aktuell 44 bis 61 Milliarden Euro. Eine ernste und weltweite Cyber-Attacke könnte die Wirtschaft mit mehreren Dutzend Milliarden Dollar ähnlich teuer zu stehen kommt, warnt der britische Versicherer Lloyd's in einem aktuellen Bericht.

Die Risiken von Cyber-Angriffen seien gestiegen, in den kommenden Jahren sei die Wirtschaft besonders verletzlich, heißt es in dem Bericht von Lloyd's und der Firma Cyence. Damit stiegen auch die Versicherungskosten für die Unternehmen. Bislang seien die meisten Unternehmen allerdings gar nicht gegen Hacker-Angriffe versichert, so Lloyd's.

Insbesondere die Gefahr, dass ein Cloud-Anbieter von Hackern angegriffen werde, wachse dem Versicherer zufolge. Je nachdem, wie lange dieser Online-Speicherdienst dann offline sei, könnten die Kosten in die Milliarden gehen.

Neben einem Angriff auf einen Cloud-Anbieter hält der Versicherungskonzern Attacken auf Betriebssysteme für wahrscheinlich, die auf zahlreichen Geräten in Unternehmen laufen. Eine solche Attacke würde Lloyd's zufolge bis zu 29 Milliarden Dollar kosten.

Beispiel Wannacry
Ende Juni hatte eine weltweite Cyber-Attacke Unternehmen weltweit getroffen und teilweise zu tagelangen Produktionsausfällen geführt. Allein in Deutschland erreichten die Schäden laut Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik Millionenhöhe.

Die Schadsoftware Wannacry verschlüsselte Daten auf infizierten Rechnern und forderte die Nutzer auf, innerhalb von drei Tagen 300 Dollar in der Internet-Währung Bitcoin zu überweisen, um diese Daten wieder freizukaufen. Ansonsten drohte die Löschung.

 krone.at
Redaktion
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