Fr, 19. Jänner 2018

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15.07.2017 15:24

Blumige "Reiselügen" können Urlaub trüben

Egal ob in Griechenland, Spanien, Italien oder Kroatien: Tausende Tiroler verbringen derzeit ihre wohl schönsten Tage im Jahr. Während sich die einen an traumhaften Stränden erholen, vermiesen "Reiselügen" in diversen Katalogen anderen die gute Laune. Die "Krone" verrät, wie sich Urlauber wehren können.

Sommer, Sonne, Strand - das ganze Jahr freut man sich auf den wohlverdienten Urlaub. Doch im vermeintlichen Paradies angekommen, entwickelt sich die teure Reise zum Horrortrip. Das Hotel liegt nicht wirklich am Meer, auf der Baustelle nebenan wird gehämmert und Bagger bevölkern die Strandpromenade.

Wahrheit, Vollsändigkeit, Klarheit

Wer angesichts solcher Umstände verzweifelt, hat sich womöglich von Phrasen im Reisekatalog blenden lassen. Wird dort nämlich von einer "internationalen Atmosphäre" geschwärmt, könnte dies bedeuten, dass sich Freunde des Alkohols aus aller Welt lautstark amüsieren möchten. Oder preist der Katalog das Hotel mit "direkt am Meer" an, liegt der Urlaubertempel womöglich an einer Steilküste oder an einem Hafen.

"Reiseveranstalter sind in ihren Prospekten zu Wahrheit, Vollständigkeit und Klarheit verpflichtet", weiß Christian Schuster-Wolf, Konsumentenschützer der AK Tirol. Doch sehr blumige Ausdrucksweisen können Urlauber in die Irre führen. "Vor dem Buchen einer Reise sollte man daher den Katalog genau lesen und bei Unsicherheiten nachfragen", sagt der Reiseexperte.

Nach Reise zwei Jahre Zeit für Reklamation

Doch was tun, wenn im Urlaubsort dennoch Beschwerden auftreten? "Man sollte sich umgehend an den Ansprechpartner des Reiseveranstalters oder an den Hotelbetreiber wenden", meint Schuster-Wolf. So könne man eventuell Probleme rasch lösen und müsse sich nicht den ganzen Urlaub darüber ärgern. Doch auch nach der Rückkehr hat man zwei Jahre lang Zeit zumindest einen Teil der Reisekosten aufgrund von Mängeln zurückzuerhalten. "Wichtig ist, dass man etwa Fotos macht oder Zeugen nennen kann", erklärt der Konsumentenschützer.

Samuel Thurner, Kronen Zeitung

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