Do, 23. November 2017

Freunde wollten Geld

15.07.2017 14:32

Leiche um 500 Euro „verkauft“

An seiner Drogensucht ging ein junger Mühlviertler zugrunde, er warf mit einem Goldenen Schuss in einer Linzer Wohnung sein junges Leben weg. Tage später fanden seine Freunde den Leichnam. Doch statt Tränen zu vergießen oder Trauer zu zeigen, wollte sie ihren verstorbenen Freund zu Geld machen und verlangten 500 Euro von seiner Mutter, um ihr dafür den Unglücksort zu verraten.

Die Serie von Drogentoten in OÖ reißt nicht ab: Kürzlich starb in Linz ein ebenfalls 19-Jähriger, auf dem WC eines Innenstadt-Geschäfts wurde ein toter Trauner (33) entdeckt, in Wels töteten Drogen einen 35-Jährigen. Die jüngste Tragödie ist besonders makaber und erschreckte  Kriminalisten: Als Freunde in ihre "Giftlerwohnung" in Urfahr kamen, machten sie eine schreckliche Entdeckung, ihr Freund aus Wartberg/Aist lag leblos im Zimmer. Er dürfte schon Tage zuvor an einer Überdosis Drogen verstorben sein.

Statt Trauer wollten Freunde Geld
Doch statt zu trauern oder die Polizei zu alarmieren, riefen sie bei der Mutter des Mühlviertlers an. Allerdings nicht, um dieser ihre Anteilnahme auszusprechen. Nein: Sie forderten von der Mutter 500 Euro Bargeld, damit sie erfahre, wo sich ihr toter Sohn befinde. Hintergrund dieser erpresserischen Forderung: Der 19-Jährige schuldete den Freunden noch Geld, das sie eben auf diese Art und Weise bekommen wollten.

Mutter alarmierte die Polizei

Doch die Frau zahlte nicht, sondern alarmierte die Polizei. Sie fand die Leiche, die in der Zwischenzeit obduziert worden ist: kein Fremdverschulden!
M. Schütz, J. Nöbauer, C. Gantner

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