Mo, 23. April 2018

175.000 € Schaden

15.07.2017 13:06

Frau posiert für Foto - und zerstört Kunstwerke

Teures Missgeschick oder geschickter Marketing-Gag in Los Angeles? Eine junge Frau hat sich bei einer Kunstausstellung in der US-Westküstenmetropole für ein Foto in Pose geworfen und dabei versehentlich einen Galeriesockel umgestoßen. Mittels Dominoeffekt fiel daraufhin eine ganze Sockelreihe mit Kunstwerken um - es soll ein Sachschaden in der Höhe von rund 175.000 Euro entstanden sein.

Eine Überwachungskamera filmte den Vorfall in der "The 14th Factory". In der Galerie, die sich in einem ehemaligen Industrie-Areal in Los Angeles befindet, stellt derzeit der Brite Simon Birch seine Kunstwerke aus.

Beim Posieren verheerenden Dominoeffekt ausgelöst
Wie die Aufnahmen zeigen, kam es zu dem kostspieligen Missgeschick, als sich eine Besucherin von einer Freundin fotografieren lassen wollte. Dabei lehnte sich die junge Frau an einen der Galeriesockel, auf denen die Kunstwerke ausgestellt waren. Weil der Sockel nicht im Boden verankert war, löste die Frau einen Dominoeffekt aus, dem letztlich eine ganze Reihe von Kunstwerken zum Opfer fiel.

In Kooperation mit befreundeten Künstlern aus Asien zeigt der Brite Birch in dem Raum, in dem es zu dem teuren Foto-Unfall kam, unter dem Titel "Hypercaine" derzeit etwa Dutzende Kronen - von denen mehrere durch das Missgeschick irreparabel zerstört worden sein sollen.

Missgeschick oder doch nur Werbegag?
Allerdings bleibt fraglich, ob es sich bei dem Vorfall nicht doch um eine geschickt platzierte Viral-Kampagne handelt. So teilten die Organisatoren scherzhaft mit: "Besucht die '14th Factory', bevor sie Ende Juli schließt oder mehr Ausstellungsstücke zu Bruch gehen." So crashte Birch, der eine schwere Krebserkrankung entgegen den Prognosen der Mediziner überlebte, als Teil der aktuellen Ausstellung seinen Ferrari 308 im Wert von mehr als 40.000 Euro.

Bub in Taiwan zerstörte 1,3 Millionen Euro teures Gemälde
Einen ähnliches Missgeschick wie jenes in der kalifornischen Galerie hatte sich 2015 ereignet: Damals stolperte ein Schüler in einem Museum in Taiwan und schlug dabei mit der Hand ein Loch in ein barockes Stillleben im Wert von umgerechnet rund 1,3 Millionen Euro.

Das Gemälde "Blumen" des italienischen Malers Paolo Porpora konnte glücklicherweise restauriert werden.

 krone.at
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