Mi, 22. November 2017

Verdächtige gesucht

14.07.2017 11:22

Nächster Raubüberfall auf Pensionistin in Graz!

Zum vermutlich sechsten Überfall in Serie in Graz ist es am Donnerstagnachmittag in der Herbersteingasse in der steirischen Landeshauptstadt gekommen: Eine Nachbarin fand eine 84-Jährige im Stiegenhaus am Boden liegend. Die Frau war stark benommen und gab an, dass ihre Geldbörse verschwunden ist. Das Opfer wurde mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins UKH Graz gebracht, teilte die Polizei am Freitag mit.

Die verletzte Pensionistin wurde gegen 15.45 Uhr in dem Mehrparteienhaus gefunden und von ihrer Nachbarin erstversorgt. Erst als die Frau ins Krankenhaus kam, wurde auch die Polizei informiert. Das war aber bereits eine Stunde später, weshalb von einem möglichen Täter schon jede Spur fehlte.

Da sich das Opfer nicht erinnern kann, wäre es möglich, dass es aus eigenem Verschulden gestürzt ist, doch die Ermittler gehen eher davon aus, dass es aufgrund der verschwundenen Geldbörse ein Überfall war. Anrainer konnten den Ermittlern keine Hinweise auf einen Täter geben. In der Geldbörse der 84-Jährigen war nur ein geringer Bargeldbetrag.

Sechs Überfälle seit 30. Juni
In der Zeit zwischen dem 30. Juni und dem 12. Juli hatte es bereits fünf Raubüberfälle auf ältere Damen gegeben. Der Modus Operandi war dabei stets ähnlich: Der Täter schlägt sein Opfer nieder und raubt ihm danach seinen Schmuck. Bislang gab es aber nur eine vage Beschreibung, zumeist konnten die Opfer ihren Peiniger nicht erkennen.

Fahndung weiter intensiviert
Die Fahndung seitens der Polizei wurde ein weiteres Mal intensiviert, auch zusätzliche Diensthundeführer wurden angefordert. Die Exekutive setzte sich außerdem mit sämtlichen Grazer Schmuckankaufstellen in Verbindung, um zu erfahren, ob sie Verdächtiges wahrgenommen haben. Zudem erging einmal mehr der Rat an ältere Personen, Schmuck verdeckt zu tragen und Auffälligkeiten zu melden.

Hinweise werden unter der Telefonnummer 059/133-65-3333 oder in jeder Polizeiinspektion entgegengenommen.

 krone.at
Redaktion
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