So, 22. April 2018

Radler im Fokus

14.07.2017 10:04

Zählstationen für ein besseres Miteinander am Berg

Aufmerksame Wanderer und Mountainbiker haben sie schon entdeckt. Jene Zählstationen, die über das Projekt "Bergwelt miteinander" in Tirol verteilt aufgestellt sind. Es geht - wie der Titel sagt - um ein gutes Miteinander aller Naturnutzer. Aktuell sind vor allem Radfahrer im Visier. Für sie gibt’s bald etwas Neues.

Der E-Bike- und Downhill-Boom hinterlässt seine Spuren am Berg. Der Erholungsraum Natur wird immer noch intensiver genutzt. Um die Nebenwirkungen zu minimieren, wurde 2014 das von Land und EU unterstützte Projekt "Bergwelt miteinander" gestartet. Betreut wird es von Mitarbeitern des Landes rund um den Forstexperten und Bergführer Dieter Stöhr.

Heuer widmet man sich in einem Schwerpunkt den Radfahrern. "Es soll ausgelotet werden, wo Mountainbiker und Downhiller Platz finden. Dafür braucht es Lenkungsmaßnahmen. Und vor allem braucht es Aufklärung darüber, wo Tiere und Pflanzen ihre Ruhe brauchen", beschreibt Christian Schwaninger, Leiter der Abteilung Waldschutz, das Ziel des Projekt.

Bis zu 20 Zählstellen sind im Sommer aktiv. Sie stehen dort, wo neue Wege entstanden sind. "Um zu überprüfen, ob diese angenommen werden", erläutert Schwaninger. Sie stehen aber auch dort, wo es noch einer Besucherlenkung bedarf.

Routenplaner in Arbeit

Die Projektmitarbeiter sammeln nicht nur Informationen von den Wanderern, Radlern, Kletterern. Sie sammeln vor allem Informationen für sie. Schwaninger: "Naturverbundene Menschen sind dankbar, wenn man sie über mögliche und schützenswerte Wege aufklärt." Das passiert u.a. über die Homepage www.bergwelt-miteinander.at Speziell für Radfahrer wird an einem digitalen Routenplaner gearbeitet, auf dem alle Wege samt aktuellen Informationen über Behinderungen abrufbar sein werden. Schwaninger: "Bis zur Rad-WM 2018 soll dieser fertig sein."

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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