Mo, 11. Dezember 2017

Lösung gesucht

12.07.2017 18:30

Bus-Touristen: Fluch und Segen für Salzburg

Sieben Millionen Touristen drängeln sich pro Jahr durch die Stadt Salzburg: Ein Segen für Geschäftsleute, ein (Verkehrs-)Fluch für die Einwohner - vor allem jene, die direkt beim überfüllten Ankunfts-Terminal im Andräviertel wohnen. Ein Reisebus-Gipfel soll nun Lösungen bringen, von Bus-Maut bis zu Nachtfahrverbot.

Mittwoch, 13.30 Uhr in der Paris-Lodronstraße: Fünf große Reisebusse stehen quasi Stoßstange an Stoßstange, geparkt auf dem schmalen Streifen am Straßenrand. Neben Autos oder den Obussen auf der Straße quälen sich vor allem Bewohner und Touristen gemeinsam über den engen Gehsteig. Fahrgäste steigen ein, Fahrgäste steigen aus, viele hängen auf den wenigen Sitzbänken herum, Toiletten sind Fehlanzeige, ein Bus fährt weg, der nächste steht schon bereit.

Ein Sommertheater, das jedes Jahr seine Fortsetzung findet. So auch in diesem. 200 Busse täglich, in der Festspielzeit gut 300 - und so rufen Stadtplaner, Touristiker und Politiker zum Reisebusgipfel - konkret am 26. Juli -, um notwendige Maßnahmen zu diskutieren. Die "Krone" berichtete.

Den Buslenkern selbst ist es weniger ein Problem: "Für uns ist es leicht hierher zu fahren", sagt Jurek, Fahrer eines Reisebusses aus Polen. Kollege Benjamin Burkert, mit deutschen Reisebus auf Zeischenstation Richtung Rom, sitzt auf der Stiege und raucht eine Zigarette: "Viel Betrieb, aber es ist eigentlich in Ordnung."

Kein idealer Platz
Panoramatours-Chef Stefan Herzl sieht die Angelegenheit gelassen: "Der Bustourist ist für uns neutral, wir sind von der Terminal-Situation nicht betroffen."

Albus-Geschäftsführer Hermann Häckl kennt die Bus-Lage in der Paris Lodronstraße hingegen gut: "Kein idealer Platz und damit ein Problem!" Obwohl für den Albus die Platzsituation nebensächlich ist, "unsere Fahrzeuge parken in der Remise!" Im Vergleich zu anderen Städten findet Häckl die Gebühren in Salzburg günstig und kann sich durchaus einen Terminal etwa beim Messezentrum vorstellen. "Wenn die Begleitmaßnahmen stimmen. In anderen Städten fährt man auch nicht bis ins Zentrum." Auch ein Leitsystem, das die Reisebusse besser umverteilt - etwa auf den wenig benutzten Terminal im Nonntal - ist für Häckl denkbar.

Max Grill, Kronen Zeitung

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