Do, 19. April 2018

Landesstatistik

11.07.2017 16:06

Babyboom in kleiner steirischer Landgemeinde

Am Weltbevölkerungstag am Dienstag lag ein besonderes Augenmerk auf einer kleinen Gemeinde im Bezirk Murau: Schöder! Hier kommen stolze 18,3 Geburten auf 1000 Einwohner - so viele wie sonst nirgendwo in der Steiermark. Als Schlusslichter mit 3,2 Geburten scheinen Landl und Proleb in der aktuellsten Statistik (2015) auf.

Wir wohnen dort, wo andere Urlaub machen", sagt Rudolf Mürzl, Bürgermeister der ländlichen Kleingemeinde Schöder. Dass dies auch eine Herausforderung ist, weiß der 57-jährige Ortschef: "Wir versuchen unseren Leuten zu helfen, wo wir nur können. Häuselbauer werden unterstützt, so gut es geht, Studenten kriegen einen Fahrtkostenzuschuss." Dass den örtlichen Kinderbetreuungs- und Bildungs-Einrichtungen auch künftig der Nachwuchs nicht ausgehen dürfte, freut Mürzl besonders: "Unsere Volksschule führen wir bereits mit vier Klassen, und auch im Kindergarten haben wir aktuell 19 Kleine angemeldet - Tendenz steigend."

Dass - so wie in Schöder als Spitzenreiter - 18,3 Geburten pro 1000 Einwohner viel sind, zeigt der Vergleich mit den Schlusslichtern der Statistik: So kamen in Landl im Bezirk Liezen nur 3,2 Babys zur Welt, in Proleb (Bezirk Leoben) waren es ebenso wenige. "Der durchschnittliche Steiermarkwert lag 2015 bei 9,1 Geburten auf 1000 Einwohner", wissen die Experten der steirischen Landesstatistik.

In Schöder jedenfalls hofft man darauf, dass der Storch noch ganz oft in der Gemeinde landet. Mürzl: "Bei der letzten Zählung haben uns ja nur ein paar wenige Bewohner auf die 1000 gefehlt. Vielleicht gelingt es, diese magische Grenze beim nächsten Mal zu knacken "

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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