Fr, 24. November 2017

Hitzesommer:

11.07.2017 15:14

180 Feuerwehreinsätze wegen Wespenplage

Von den meisten Landsleuten werden sie in den Sommermonaten als Plage empfunden. Allergiker werden schon allein vom Anblick der Tiere nervös, aus Angst gestochen zu werden und in weiterer Folge vielleicht sogar einen anaphylaktischen Schock zu erleiden. Die Rede ist natürlich von den Wespen.

Allein in Linz gab es im heuirgen Jahr bislang  schon rund 180 Einsätze wegen der Wespen, das berichtet Roland Hieslmayr von der Berufsfeuerwehr. "Die Feuerwehr rückt nur aus, wenn es sich um Gefahr im Verzug handelt, also wenn zum Beispiel ein Wohnbereich aufgrund von einem Wespennest nicht mehr bewohnbar ist oder Kinder im Kindergarten gefährdet werden. Andernfalls ist es eine Sache der Insektenvernichter", weiß Markus Voglhuber vom Landesfeuerwehrkommando Oberösterreich.

Doch nicht nur Feuerwehreinsätze können durch Wespenstiche ausgelöst werden, sondern auch die schwerste Form aller allergischer Reaktionen: der anaphylaktische Schock. "Die Insektengiftallergie ist eine Allergie vom Soforttyp, das bedeutet, eine durch Immunglobulin E vermittelte überschießende Reaktion des Immunsystems. Dabei handelt es sich um eine akute und rasche Abwehrreaktion des Immunsystems", erklärt die Internistin Marie Mandl vom LKH Freistadt. Als mögliche Symptome zählt die Ärztin Lokalreaktionen an der Einstichstelle, Kollaps, Atemnot bis hin zu Blutdruckabfall auf. Im schlimmsten Fall kommt es zum Organversagen. Daher rät sie bei bestehender Allergie zur dringenden Mitführung eines Allergiepasses.

Marlene Augdoppler, Kronen Zeitung

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