Fr, 24. November 2017

215 Jobs weg

11.07.2017 15:14

C&A schließt 2019 Logistikzentrum in Enns

Der Modekonzern C&A schließt mit 2019 sein Logistik- und Distributionszentrum in Enns in Oberösterreich. 215 Mitarbeiter verlieren voraussichtlich ihre Jobs. Laut APA-Informationen soll ein Sozialplan ausgearbeitet werden. Hintergrund der Schließung ist, dass C&A die mittel- und osteuropäischen Länder künftig zentral von Trnava in der Slowakei aus beliefert.

Belegschaft sowie die Vertreter der Stadt Enns wurden am Dienstag über die Schließung informiert. 215 Personen, deren Jobs insgesamt 180 Vollzeitäquivalente ergeben, sind betroffen. Bis 2019 hätten sie allerdings noch eine Arbeitsplatzgarantie, betonte C&A-Österreich- und -Osteuropa-Chef Norbert Scheele.

C&A will "faire und soziale Lösung" finden
Das Unternehmen sucht nun laut Scheele das Gespräch mit dem Betriebsrat und anderen Zuständigen, "um für alle Kolleginnen und Kollegen in Enns eine faire und soziale Lösung zu finden - wir wollen niemanden im Regen stehen lassen". Ein "transparenter Sozialplan" soll in den kommenden Wochen und Monaten ausgearbeitet werden. Es würden auch Möglichkeiten einer Beschäftigung in einer nahen Filiale oder in anderen Logistikbetrieben geprüft.

Mittel- und Osteuropa sollen zentral beliefert werden
Der Jobabbau ist die Folge einer Umstrukturierung in IT, Logistik und Distribution der Unternehmensregion Mittel- und Osteuropa (CEE). Derzeit werden diese neun Länder - Österreich, Kroatien, Rumänien, Slowenien, Serbien, Tschechien, Ungarn, Polen und die Slowakei - von zwei Logistikzentren aus beliefert: jenem im Enns und einem in Nove Mesto (Slowakei). Künftig soll die gesamte Region zentral beliefert werden.

Laut dem Unternehmen würden dafür beide bisherigen Zentren weder die Anforderungen hinsichtlich Größe und Infrastruktur erfüllen noch sei es möglich, sie baulich entsprechend zu adaptieren. Daher baut ein Investor in Trnava ein neues Zentrallager, das C&A mieten wird. Der entsprechende Vertrag wurde am Freitag vergangener Woche unterschrieben. Das Lager soll im Frühling 2019 in Vollbetrieb gehen und durch seine geografische Lage gewährleisten, dass in allen neun Ländern die Filialen über Nacht wieder mit jenen Waren beliefert werden können, die am Vortag ausgegangen sind.

Kunden können online Mode in Filiale reservieren
Mit der neuen Struktur will sich C&A "zu einem führenden Omni-Channel-Retailer in Zentral- und Osteuropa" aufschwingen. Konkret bedeutet das, dass Kunden nicht nur Mode online ansehen, bestellen und sich die Ware entweder heim oder in ein Geschäft schicken lassen können. Es soll auch möglich sein, nach der Produktinformation im Internet nachzuschauen, ob das Gewünschte in einer Filiale vorhanden ist und es sich dort reservieren zu lassen.

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Redaktion
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