Fr, 20. Oktober 2017

Vertrag endet 2020

10.07.2017 14:05

Lauda an Wrabetz: „Bitte Formel 1 weiter im ORF!“

Sie wirkten sehr harmonisch, freundschaftlich, vertraut: Niki Lauda und ORF-Boss Alexander Wrabetz tauschten am Sonntag vor dem Grand Prix in Spielberg vor laufender Kamera Herzlichkeiten aus. Tenor: Alles leiwand in der Steiermark. Weswegen Lauda Wrabetz bat: "Bitte sorge dafür, dass die Formel 1 auch in Zukunft am ORF zu sehen ist." (Im Video oben die Highlights vom Rennen.)

So sicher ist das nämlich in der Tat nicht. Der ORF-Vertrag läuft 2020 aus. Immer wieder waren zuletzt Meldungen aufgetaucht, denen zufolge die Formel 1 dem Sparkurs der öffentlich-rechtlichen Medienanstalt zum Opfer fallen könnte. Wrabetz gab sich auf Nachfrage des hauseigenen ORF-Reporters am Sonntag noch zugeknöpft: "Kurzfristig gibt es einmal Verträge. Wie's danach weitergeht, müssen wir mit den Eigentümern der Formel 1 klären. Wir werden versuchen, ihnen klarzumachen, dass sie mit uns als TV-Partner deutlich mehr Reichweite haben, als wenn sie sich dazu entschließen, die Rechte ans Pay-TV zu vergeben."

1,6 Millionen Zuschauer
Die Quoten dürften Wrabetz jedenfalls gute Argumente liefern, sich um die Vertragsverlängerung zu bemühen. Laut jüngsten Zahlen waren in Summe 1,637 Millionen Zusehre bei den Übertragungen vom Spielberg-Wochenende - der ORF berichtete insgesamt 15 Stunden - dabei. Das entspricht 22 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung, jubelt der ORF am Montag in einer Aussendung.

Das Rennen am Sonntag sahen im ORF bis zu 733.000 Motorsportfans, im Schnitt waren es 704.000 bei 52 Prozent Marktanteil. Damit schaffte der Große Preis von Österreich 2017 den Topwert für einen Formel-1-WM-Lauf im ORF seit dem Spielberg-Rennen im Juni 2015.

4,4 Millionen bei RTL
Der deutsche Privatsender RTL vermeldete durchschnittlich 4,44 Millionen Seher und einen Marktanteil von 30,4 Prozent beim Rennen. Der Pay-TV-Sender Sky verbuchte mit 580.000 Zuschauern sogar einen neuen Saisonrekord.

krone Sport
Redaktion
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