Do, 18. Jänner 2018

Blutige Tradition

08.07.2017 16:20

Zehn Verletzte bei Stierhatz in Pamplona

Bei der traditionellen Stierhatz in Pamplona sind am Samstag zehn Männer verletzt worden. Nach Angaben der Regionalregierung mussten fünf US-Touristen, drei Einheimische und zwei Franzosen ärztlich behandelt werden. Zwei der verletzten US-Touristen wurden von Stierhörnern getroffen.

Die übrigen Opfer erlitten Schürf- und Prellwunden, als sie im Gedränge auf das Kopfsteinpflaster der engen Altstadtgassen stürzten. Die Stierhatz ist Teil des jährlichen San-Fermín-Festivals. Jeden Morgen werden dabei sechs Stiere durch die historische Altstadt von Pamplona getrieben. Die Teilnehmer rennen dabei vor den Tieren etwa 800 Meter durch die engen Gassen der nordspanischen Stadt - dabei gilt es vielen als besonders mutig, die Stiere möglichst nahe an sich herankommen zu lassen.

Das San-Fermín-Fest zieht jedes Jahr Hunderttausende Besucher aus dem In- und Ausland an. Vor allem junge Männer, die sich mit Sangria und Wein Mut antrinken, suchen in den Straßen Pamplonas den Nervenkitzel. Neben der Stierhatz finden auch zahlreiche Konzerte, Feste und religiöse Prozessionen statt.

Festival in Hemingway-Roman verewigt
Seit 1911 kamen bei der Stierhatz 15 Menschen ums Leben. Zuletzt erlitt ein junger Spanier vor acht Jahren tödliche Verletzungen. Das Festival wurde unter anderem von Ernest Hemingway in seinem Roman "Fiesta" verewigt. Für die Stiere endet das Fest übrigens in jedem Fall tödlich. Nach dem morgendlichen Lauf wartet am Nachmittag der Matador in der Stierkampfarena.

Michaela Braune
Redakteurin
Michaela Braune
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