So, 17. Dezember 2017

SPÖ will mehr Flair

07.07.2017 05:00

Moderne Halle für alten Linzer Südbahnhofmarkt

In vielen Städten vermitteln Markthallen als richtige Genussmeilen und Treffpunkte ein besonderes Einkaufsflair. Genau so etwas vermisst die Linzer SPÖ am Südbahnhofmarkt! Das dortige sanierungsbedürftige Bahnhofsgebäude soll diese Lücke zwischen den 28 Kiosken nun füllen, wenn es nach SPÖ-Fraktionschef Stefan Giegler geht.

Für die Linzer Märkte wurde 2016, wie "Krone"-Leser wissen, ein Relaunch-Konzept erarbeitet. "Der Prozess läuft", weiß SPÖ-Stadtchef Klaus Luger. Auch wenn Besucher von der geplanten Neugestaltung derzeit noch nicht viel merken. Am alten Südbahnhof sind zwar neue Kioske entstanden, die Umbauten haben die Marktleute aber selbst geplant und bezahlt.

Ein Anziehungspunkt fehlt
Und dennoch fehlt der SPÖ ein Anziehungspunkt am bekanntesten Markt der Landeshauptstadt, weshalb sich Parteichef Stefan Giegler nun Gedanken gemacht hat: Das 1836 erbaute Pferdeeisenbahn-Gebäude samt Vorplatz soll zum "florierenden Treffpunkt" werden. Events wie Musikfeste, gemeinsames Speisen oder Diskussionen zum Thema Ernährung könnten laut Giegler das Angebot am Markt bereichern, "eine Konkurrenz soll es keinesfalls sein". Es gebe für die moderne Markthalle keine Denkverbote.

Architekt soll beauftragt werden
Derzeit befinden sich in den denkmalgeschützten Gemäuern der Stadt Linz ein Senioren-"Club Aktiv" und drei Wohnungen. "Die Mieter müssen genau wie die Arbeitsgemeinschaft Südbahnhofmarkt natürlich eingebunden werden, auch die Stadtregierung kennt die Idee noch nicht. Mit Details soll ohnehin ein Architekt betraut werden, der auch den Vorplatz mitdenkt und mit den Kojen verbindet. Jetzt dient der nur als Parkplatz, obwohl es eine Garage gibt", ärgert sich Luger. Klar sei, dass das Projekt nur in Etappen umgesetzt werden könnte, "aber wir wollen hier langfristig keine Wohnungen. Das Gebäude soll allen offen stehen."
Noch nicht in die Pläne eingeweiht wurde der zuständige ÖVP-Marktreferent Bernhard Baier. Er betont: "Die Modernisierung des bestehenden Markts hat Vorrang. Nach Erledigung längst nötiger Arbeiten kann man natürlich über weitere Ideen reden."

Lisa Prearo, Kronen Zeitung

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