Sa, 21. April 2018

Wimbledon-Aufreger

06.07.2017 07:51

Wawrinka-Bezwinger sorgt nach Aus für Münz-Eklat!

Am Montag war Daniil Medwedew nach seinem Sieg gegen den Schweizer Stan Wawrinka, die Nummer drei der Weltrangliste, der gefeierte Held. Zwei Tage später ist der Russe der Buhmann. Der Grund: Nach seiner Niederlage in der zweiten Runde in Wimbledon warf er Münzgeld vor den Stuhl der Schiedsrichterin (oben im Video) und sorgte damit für einen Eklat, den das traditionsreiche Turnier so wohl noch nicht gesehen hatte.

Der Zorn bei Medwedew war nach seinem Ausscheiden groß. Nach seinem heroischen Sieg gegen einen angeschlagenen Wawrinka zum Auftakt verlor er eine Runde später gegen Ruben Bemelmans. Den Fünfsatz-Krimi entschied der Belgier mit 6:4,6:2,3:6,2:6 und 6:3 für sich.

Schon während der Partie war Medwedew immer wieder unzufrieden mit den Entscheidungen der Stuhlschiedsrichterin Mariana Alves. Frustriert fragte er sogar beim Turnierdirektor nach, ob man sie nicht austauschen könne. Zusätzliches Problem: Auf dem Court Nr. 16, wo das Spiel stattfand, ist kein Hawk-Eye-System installiert. Somit konnten strittige Szenen nicht überprüft werden.

Nach dem Matchball verlor der Russe dann komplett die Nerven. Nach dem Handschlag mit Bemelmans und Alves nahm er seine Geldbörse und warf Kleingeld vor die Stuhlschiedsrichterin. Ein Eklat! Er verhöhnte damit die Unparteiische, die anwesenden Zuschauer waren empört.

"War eine Dummheit"
Wenige Minuten danach sah Medwedew seinen Fehler ein. "Ich war enttäuscht und frustriert. Schiedsrichter machen Fehler, Spieler auch. Es war eine Dummheit, die ich getan habe", entschuldigte er sich bei der Pressekonferenz. Dennoch muss der Russe nach seinem Eklat mit Konsequenzen rechnen: "Ich werde die Strafe akzeptieren!"

krone Sport
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