Mi, 17. Jänner 2018

Unwetter

05.07.2017 16:47

Blitz schlug in das Auto ein!

Es war eine regnerische Autofahrt von Kärnten nach Salzburg für Wolfgang Neumann und seinen Sohn Lukas (14). Extrem konzentriert fuhr der Vater Dienstag über die Landesgrenze, als es plötzlich hell wurde. Der Blitz schlug in sein Auto ein, ein Feuerball explodierte auf dem Asphalt. Der Schock sitzt immer noch tief.

"Ich sah total helles Licht und im Rückspiegel einen gewaltigen Feuerball, der auf dem Asphalt explodierte", erinnert sich der gebürtige Kärntner Wolfgang Neumann an das verstörende Erlebnis. "Ich wollte Gas geben, aber nichts ging mehr." Unübersehbar die Spuren am Auto: Ein Loch mit einem Durchmesser von sechs Millimeter sowie ein verbrannter Fleck in der Größe einer 2-Euro- Münze hatten sich eingebrannt. Unverletzt, aber unter Schock beruhigten sich Vater und Sohn gegenseitig.

"Ich wollte meine Frau anrufen, doch eine Zahlenreihe funktionierte auf meinem Handy nicht mehr. Ich habe die SIM-Karte rausgetan, konnte dann aber den PIN-Code nicht mehr eingeben. Mein Bub hatte kein Guthaben mehr. Zum Glück hielten Passanten an und alarmierten den ÖAMTC", ist Neumann dankbar.

Der Schaden am Auto dürfte enorm sein. "Die hohe Spannung eines Blitzes kann irreparable Beschädigungen an Verkabelung, Steuergeräten und Sensoren verursachen", so ÖAMTC-Experte René Roider. "In geschlossener Karosserie ist man vor Blitzschlag sicher; man ist im faradayschen Käfig. Bei offener Scheibe wäre es anders ausgegangen."

"Es war ein heftiges Erlebnis. Wir hatten Riesenglück", sind sich Vater und Sohn einig.

Sandra Aigner, Krone

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