Di, 24. Oktober 2017

"Engagierter Mann"

04.07.2017 21:32

Nach Entlassung: Kanzler traf Wutbürger Patrick

Das Schicksal eines jungen Wieners schlug hohe Wellen: Patrick F. verlor - wie berichtet - seinen Job, weil er seinem Ärger nach einer verhinderten Vergewaltigung auf der Donauinsel in einem Video (siehe oben) auf Facebook Luft gemacht hatte. Jetzt hat sich Bundeskanzler Christian Kern mit dem jungen Wutbürger getroffen. Das Gespräch verlief "sehr positiv", wie Kern in einem Facebook-Posting mitteilte, in dem er Verständnis für den Ärger des Floridsdorfer zeigte. Dass der Mann seinen Job verloren hat, gehe für den Kanzler "eindeutig zu weit".

"Ich habe heute Patrick getroffen und teile seine Meinung voll und ganz: Es ist absolut unverständlich, dass es in dem dramatischen Fall rund um die versuchte Vergewaltigung zu einer Freilassung kommen konnte", schrieb der Kanzler am Dienstag in einem Posting auf seiner Facebook-Seite.

Kern weiter: "Es ist in meinem Interesse, dass das mittlerweile korrigiert worden ist. Patrick hat in einem Video eine kritische Frage gestellt, die ich - ehrlich gesagt - auch gestellt hätte. Dass er nun wegen dieser Kritik seinen Job verloren hat, ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und geht eindeutig zu weit."

Kern: "Dann läuft was falsch in Österreich"
Er sei froh über das gute Gespräch, dass er im Bundeskanzleramt mit Patrick führen konnte. "Er ist ein engagierter, sympathischer Mann", streute der Kanzler dem Flordisdorfer Rosen. Zugleich machte Kern klar: "Wenn wir es nicht mehr aushalten, dass jemand offen Kritik äußert oder seine Meinung sagt, dann läuft was falsch in Österreich. Wünsche dir alles Gute, Patrick, und ich bin froh, dass du schon wieder einen neuen Job in Aussicht hast!"

Auch FPÖ-Chef Strache getroffen
Zuvor hatte Patrick auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zu einem persönlichen Gespräch getroffen. Strache sprach dem Floridsdorfer Mut zu und versicherte ihm, "dass ihm die FPÖ Wien helfen wird, wieder auf die Beine zu kommen". Die Partei würde etwaige Anwaltskosten, wie bereits zuvor vom freiheitlichen Stadtrat Toni Mahdalik angekündigt, übernehmen.

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