Mo, 23. April 2018

Ö-Tour im Innviertel

05.07.2017 08:00

Dunkler Schatten heute über Altheim

Ö-Rad-Rundfahrt rollt heute auf der 3. Etappe in das Innviertel - der Dopingfall um den Wels-Profi Matija Kvasina ist dabei wohl leider das Hauptthema.

Alle Gemeinden, Radklubs, Stammtische und Firmen im Innviertel wurden eingeladen, an die Strecke zu kommen. Im Ziel wartet ein Oldtimer-Korso, dazu wird die Stadtkapelle spielen
Altheim putzt sich für das heutige Etappenfinale der Ö-Tour heraus. Beim erwarteten heutigen Zieleinlauf um etwa 16.27 Uhr sind 27 angesagt.

Dopingfall überschattet Tour
Trotzdem liegen heute auch dunkle Wolken über der 4800-Einwohner-Stadt. Grund ist der Dopingfall um Wels-Radler Matija Kvasina. 35 Jahre. Zweifacher Familienvater. Eigentlich ein sympathischer Zeitgenosse. Der sich bei OÖ-Radboss Paul Resch einmal mit zwei Kilo Weintrauben bedankte, weil er ihm bei der WM 2013 in Florenz eine Unterkunft besorgt hatte. Nun aber vor den Scherben seiner Karriere steht. Fakt aber: Der Kroate ist kein Opfer - sondern Täter! Opfer sind die tausenden Fans an der Strecke, die ein Anrecht auf sauberen Sport haben. Oder die Firmen, die Unsummen in den aufstrebenden heimischen Radsport pumpen.

Sogar Klagen drohen
Zu Recht, weil es noch nie so viele Auslandsprofis wie aktuell gab. Noch nie war eine heimische Mannschaft so erfolgreich wie heuer die "Blauen" aus Wels.
Alles positiv - wie aber auch die Dopingprobe eines Unverbesserlichen. Der sein Rad bereits abgeben musste. Sollten Sponsoren aussteigen, auch finanzielle Klagen drohen. Doch gestern hielten alle Geldgeber wie Felbermayr oder Kornspitz dem Rennstall die Stange. Obwohl in den Verträgen sogar verankert ist, dass Sponsoren bei Dopingfällen sofort aussteigen können. Tenor aber: "Was können 17 fixe Angestellte bei Rad-Wels dafür, dass es darunter einen Volltrottel gibt!"

Top-Sprinter favorisiert
Die es gestern prompt auch bei anderen heimischen Teams gab, die in sozialen Medien ihrer Schadenfreude freien Lauf ließen. Heute in Altheim aber sollen die Fahrer für Schlagzeilen sorgen. Vor allem Elia Viviani steht im Fokus. Der italienische Olympiasieger ist der Top-Sprinter im Feld - und in Altheim dürfte eine "Rakete" gewinnen.

Markus Neißl, Kronen Zeitung

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