Fr, 24. November 2017

Lauf für toten Sohn

01.07.2017 07:00

Neben Schweiß auch Tränen garantiert!

Heute, kurz vor 3 Uhr früh. Ein Lichtermeer erleuchtete den Gmundener Rathausplatz. In Form von Stirnlampen, die die Bergläufer beim Start am Kopf trugen. Ihre Challenge: der Bergmarathon rund um den Traunsee. Eine 70km lange Tort(o)ur über 4500 Höhenmeter, die nach einem Todesdrama im Vorjahr auch heute mit Tränen enden wird...

Erholungssuchende lieben die Gegend im Salzkammergut für ihre idyllischen Seen und malerischen Bergpanoramen. Extremläufer für den Bergmarathon rund um den Traunsee, bei dem sie Jahr für Jahr an ihre Grenzen stoßen. Unglaubliche Strapazen überwinden. Auf der 70km langen Strecke über 4500 Höhenmeter und sechs Berge - darunter Traunstein und Feuerkogel.

Ärzte an der Strecke
Im Vorjahr überschattet von einer wahren Tragödie. Als der 24-jährige Marcus B. aus Ottnang am Hausruck über Kreislaufprobleme klagte, seine Mutter noch anrief, dass er sich nicht gut fühlen und das Rennen abbrechen würde. Stunden später nach einer Suchaktion nur noch tot aufgefunden wurde. "Eine traurige Geschichte, die uns alle sensibilisiert hat", so OK-Chef Harald Buchinger, der nicht nur zwei Ärzte an der Strecke positioniert, sondern auch Helfer dahingehend geschult hat, dass man Teilnehmer, denen es schlecht geht, anspricht.

Lauf für toten Sohn und Bruder
In jedem Fall werden heute Tränen fließen. Einerseits vor Freude und Erleichterung, andererseits auch vor Rührung. Denn Hannes, der Vater des Verunglückten, und dessen Bruder werden ein emotionales Rennen bestreiten. Sie wollen heute den restlichen Teil des Marathons, der Marcus noch fehlte, bestreiten und mit einem Foto von ihm ins Ziel laufen.

Mario Ruhmanseder, Kronen Zeitung

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