Fr, 15. Dezember 2017

Vorgehen beschlossen

30.06.2017 16:30

Land will Fährte aufnehmen: GPS-Sender für Bären

In der Aufregung um die nächtlichen Streifzüge eines Bären im Süden der Landeshauptstadt wird das Land aktiv. Am Freitag wurde beschlossen, den "Stadt-Bären" mit einem GPS-Halsband zu versehen, um seine Spuren nachzuverfolgen. Ein schwieriges Unterfangen, das zumindest in einem Fall 2013 funktioniert hat.

Ab 2007 hatte ein als "Genuss-Bär Herwig" bekannt gewordener 250-Kilo-Riese in seinem Revier in den Karnischen Alpen für Aufregung gesorgt. Er riss einige Lämmer, plünderte Bienenstöcke. Um seine Spuren zu verfolgen, gelang es Jägern 2013, das Tier in eine Falle zu locken und mit einem GPS-Sender auszustatten. Damit konnte zumindest eine Zeit lang die Spur des Zottels verfolgt werden.

Ähnlich will das Land jetzt auch beim Stadt-Bären vorgehen, der seit Monaten immer wieder in Maria Rain, am Radsberg und in Ebenthal auftaucht. Zuletzt ganz in der Nähe von Wohnhäusern, wo er Bienenstöcke plünderte und ein Kalb riss.

Harald Tschabuschnig von der Naturschutzabteilung betont, dass es nicht um "Panikmache" gehe: Der Bär will nichts von uns Menschen!" Eine Besenderung sei aber ein gutes Mittel.

Das Umbinden eines Sendehalsbands ist auch nach dem Bären-Managementplan vorgesehen. Das scheue Tier einzufangen, wird aber sicher ein schwieriges Unterfangen.

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