Sa, 16. Dezember 2017

Concorde-Nachfolger

29.06.2017 20:59

NASA arbeitet an leisem Überschall-Passagierjet

Über 13 Jahre nach dem Aus für die Concorde rückt eine mögliche Rückkehr des Überschallflugs im Passagierverkehr immer näher. Die US-Raumfahrtagentur NASA hat kürzlich weitere Details zu ihrem ultraschnellen Jet namens "Quiet Supersonic Transport" (QueSST) präsentiert, der vom Rüstungs- und Technologiekonzern Lockheed Martin für sie entwickelt wurde.

Erste Tests mit einem Miniaturmodell des auch "X-plane" genannten Jets im Windkanal (Bild unten) seien erfolgreich verlaufen, teilte die NASA mit. Im Vergleich zur Concorde, die etwa doppelt so schnell war wie moderne Passagierflugzeuge, deren Betrieb jedoch 2003 wegen wachsender Sicherheitsbedenken eingestellt wurde, soll QueSST deutlich leiser sein und nur einen "weichen Knall" verursachen, wenn es die Schallmauer durchbricht.

Nach dem erfolgreichen Test des Modells würden man nun weitere Daten sammeln, das endgültige Passagierflugzeug könne frühestens 2021 getestet werden, berichtet die NASA auf ihrer Website. Bis zum ersten Start eines "X-plane" werden also noch ein paar Jahre vergehen.

Boom - Konkurrenz aus dem eigenen Land
Erst vor rund einer Woche hatte das US-Unternehmen Boom angekündigt, dass es für seinen bis zu 55-sitzigen Überschalljet inzwischen bereits 76 Bestellungen von fünf Fluggesellschaften habe. Mit Mach 2,2 - also mehr als der doppelten Schallgeschwindigkeit - soll der "Boom"-Jet noch schneller unterwegs sein als die legendäre Concorde.

Auch beim "Boom"-Jet soll der Lärm erträglicher ausfallen. "Er wird etwa 30 Prozent leiser sein als die Concorde", sagte der Gründer und Vorstandschef von Boom, Blake Scholl, am 20. Juni auf der weltgrößten Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris.

Bereits Ende nächsten Jahres soll "XB-1" (auch "Baby-Boom" genannt) - eine kleinere Testversion des Jets - zu einem Erstflug abheben. Sobald man für "Baby-Boom" die nötigen Zulassungen haben, werde man sich an den Bau der großen Maschine machen, so das Unternehmen.

Wilhelm Eder
Redakteur
Wilhelm Eder
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