Mo, 11. Dezember 2017

Koralm

29.06.2017 18:17

Neue Pumpspeicher auf dem "Umwelt-Prüfstand"

Mit Hochdruck wird der Bau zweier Pumpspeicher-Kraftwerke auf der Koralpe vorbereitet. Bei einem Milliardenprojekt auf der steirischen Seite hat die Prüfung der Umweltauswirkungen begonnen. Im Kärntner St. Georgen/Lav. werden noch Daten gesammelt. Aus heutiger Sicht würden sich die Vorhaben nicht rechnen.

Es soll das leistungsstärkste Kraftwerk Österreichs werden: Auf der steirischen Seite der Koralm hat die Behördenprüfung eines geplanten Mega-Kraftwerkes begonnen. Zwei große Speicherseen, 980 Megawatt Leistung, 1,2 Milliarden Euro Kosten - das sind die gewaltigen Dimensionen des Vorhabens, das allerdings auf Widerstand stößt. 25 Einwände wurden eingereicht. "Es überwiegt die Zustimmung - die Einwände sind beherrschbar", sagt Peter Masser vom Projektwerber "PSKW GmbH". Der Zeitplan sieht eine Inbetriebnahme bis 2025 vor.

Parteistellung im Behördenverfahren hat auch die Kärntner Gemeinde St. Georgen. Hier soll bis Ende 2022 ein kleineres Pendant (420 MW) zum steirischen Megakraftwerk entstehen. "Derzeit wird am Konzept für die Umweltverträglichkeitserklärung gearbeitet. Wir sind zuversichtlich", so Heinz Brunold von der "econhydro GmbH".

Experten sind überzeugt, dass neue Pumpspeicher (Überschuss-Energie wird mit Wasser in Seen gespeichert) künftig dringend für die Stromnetzstabilität benötigt werden. Dafür sollen sich auch die Preise positiv entwickeln, heißt es. Aus heutiger Sicht würden sich Pumpspeicher jedoch auch ob der niedrigen Strompreise "absolut nicht rechnen", sagt Masser: "Der Markt wird sich normalisieren - jeder Pumpspeicher wird, auch wegen dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien, dringend gebraucht!" Damit rechnen auch die Kärntner Projektwerber: "Der Markt wird radikal anders sein!" Bis zur Fertigstellung vergehen noch Jahre.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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