Sa, 16. Dezember 2017

Windkraft & Co.

29.06.2017 17:09

Auch Steiermark profitiert von Ökostrom-Einigung

Im letzten Abdruck ist im Parlament plötzlich vieles möglich: So gab es am Donnerstag endlich eine Einigung auf die sogenannte kleine Ökostromnovelle. Sie sichert weitere Förderungen für alternative Energieformen. Auch steirische Anbieter profitieren davon - der große Jubel stellt sich aber dennoch nicht ein…

Wir haben eine Verschnaufpause gewonnen", sagt Johannes Hauptmann aus Bad Blumau, der Sprecher der steirischen Biogasanlagenbetreiber. Sie haben besonders vehement auf eine politische Lösung gedrängt, erst vergangene Woche wurde in Wien protestiert.

Nun einigten sich SP, VP und Grüne auf 11,7 Millionen Euro jährlich zur Förderung von effizienten Biogasanlagen (Wirkungsgrad von mindestens 60 Prozent) - deutlich mehr als die ursprünglich angedachten fünf Millionen Euro. Der Wermutstropfen: Das Geld gibt es nur drei Jahre lang und nicht, wie von den Betreibern gewünscht, sieben Jahre; Planungssicherheit sieht anders aus. Hauptmann: "Es stehen viele Investitionen an, das ist schwierig." Man müsse auch schauen, ob der Finanztopf für alle effizienten Anlagen reicht. Eine bis zuletzt diskutierte Abwrackprämie für nicht-effiziente Anlagen ist ohnehin nicht Teil des neuen Gesetzes.

Warteschlangen werden schneller abgebaut
"Sehr glücklich" über die Einigung in Wien ist Bernd Lippacher, der Landessprecher im Bereich Kleinwasserkraftwerke. 40 Projekte stehen in unserem Bundesland auf der Warteschlange. Dank einer Sonderförderung von 3,5 Millionen Euro kann sie wohl bis zum Jahr 2020 abgebaut werden; bisher ging man von 2023 aus.

Lang ist die Warteschlange auch bei Windrädern, hier gibt’s ein Sonderkontingent von 45 Millionen Euro. Österreichweit sind 260 Anlagen bereits genehmigt und umsetzungsreif, darunter fallen auch Erweiterungen steirischer Windparks etwa auf der Freiländeralm. 120 Anlagen können nun laut IG Windkraft in Kürze in Angriff genommen werden.

Die Energie Steiermark freut sich besonders über eine Neuerung bei den Photovoltaikanlagen: Sie sind in Zukunft auch auf Mehrparteienhäusern möglich.

Der große Wurf steht noch aus
Die Reaktionen sind insgesamt positiv, aber nicht euphorisch. Es ist ja nur die kleine Ökostromnovelle, die nun nach drei Jahren (!) Verhandlung fixiert wurde. Die entscheidenden Weichen sollen erst durch eine große Novelle gestellt werden. Das wird erst recht schwierig…

Jakob Traby, Kronen Zeitung

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