Mo, 18. Dezember 2017

Risikoanalyse

28.06.2017 20:11

Land will den "Stadt-Bären" vergrämen

Die nächtlichen Streifzüge eines Braunbären südlich von Klagenfurt beschäftigen jetzt die Behörde. Weil der Zottel Menschen immer näher kommt, Bienenstöcke geplündert und ein Kalb gerissen hatte, hat das Land eine Risikobeurteilung beauftragt. Maßnahmen, wie man das Großraubtier vergrämen kann, werden geprüft.

Seit Mitte Mai sorgt der Braunbär bei Maria Rain für Aufregung. Erst vor wenigen Tagen kam das Tier Jäger Karl Plasch gefährlich nahe. Geplünderte Bienenstöcke aufgerissene Siloballen und ein gerissenes Kalb gehen auf das Konto des Tieres.

Mittwoch hat sich das Land eingeschaltet und will das Risiko, das vom Bären ausgeht, beurteilen lassen. Am Mittwoch ist ein Auftrag an die zuständige Abteilung ergangen. Jagdreferent Gernot Darmann: "Es wurde auch eine sofortige Prüfung beauftragt, mit welchen Vergrämungsmaßnahmen man den Bären gemäß dem ,Bären-Managementplan‘ von bewohntem Gebiet, wo er keinesfalls geduldet werden kann, abdrängen kann. Wie Darmann betont, gehe es nicht um Angstmache, sondern "Güterabwägung".

In der zuständigen Naturschutzabteilung hat man bereits begonnen, Maßnahmen auszuarbeiten. Abteilungsleiter Harald Tschabuschnig: "Wir müssen entsprechend reagieren. Es ist auch angedacht, mit einem Peilsender und weiteren Wildkameras zu verfolgen, wo genau der Bär unterwegs ist und wie er sich verhält."

Sollte der Bär weiter die Scheu verlieren, sei sogar eine Übersiedelung in unbewohntes Gebiet angedacht, heißt es. Gehofft wird, dass sich Meister Petz zuvor von selber wieder zurückzieht.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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